EFT für Kinder – Probleme in der Schule

Schlecht in der Schule

Schlecht in der Schule

EFT ist für Kinder oft sehr hilfreich. Hier habe ich eine Geschichte für Sie:

Henrikes Mutter rief mich verzweifelt an: Ihre Tochter hatte wieder eine Englischarbeit in den Sand gesetzt.

Kurz darauf kam Henrike in meine Praxis. Schnell stellte sich heraus, dass sie während der Klassenarbeit einen Blackout hatte und damit gar nicht in der Lage gewesen war, ihr durchaus vorhandenes Wissen anzuwenden.

Ich habe ihr darauf hin erst einmal erklärt, was Angst und Panik mit unserem Körper machen, und dass ein Blackout nichts mit Versagen zu tun hat. Das hat sie schon sehr beruhigt.

Dann haben wir gemeinsam nachgeforscht, warum ihr Englisch so schwerfällt und soviel Angst macht.

Und sie erzählte mir (leider passiert das viel zu oft!), dass ihr ein Lehrer erklärt hatte, sie sei zu dumm für Englisch. Sie habe einfach kein Talent für Sprachen und würde deshalb niemals eine gute Arbeit schreiben können.

Zwar hatte sie inzwischen eine Lehrerin für Englisch, aber das machte keinen großen Unterschied. Der Glaubenssatz war eben gut installiert.

Das ist das Problem, wenn Lehrer, die ja Authoritätspersonen sind, Kindern erklären, dass sie nicht gut sein können. Natürlich glaubt ein Kind so etwas – schließlich wissen Lehrer quasi von Berufswegen alles besser als ihre Schüler. Und natürlich bestätigt jede Klassenarbeit, die aus Angst schlecht ausfällt, dieses Urteil. Jedesmal verfestigt sich der Glaubenssatz noch mehr.

Gnadenlos.

Ich habe dann Henrike erklärt, dass Lehrer sich irren können. Oder dass sie manchmal einfach keine guten Lehrer sind. Und manchmal haben sie auch Lieblingskinder, und die anderen können es ihnen niemals recht machen. Lehrer sind eben auch nur Menschen und keine Alleswisser. (Und ja, es gibt auch großartige Lehrer.)

Und dann haben wir geklopft und den Glaubenssatz aufgelöst.

Als nächstes haben wir gemeinsam ergründet, ob sie Lernschwierigkeiten hat. Das war zum Glück nicht der Fall, sie fand Englisch sogar interessant. Lernen fiel ihr in allen anderen Fächern leicht.

So haben wir mit viel Vergnügen einen neuen Glaubenssatz installiert, nämlich dass Englisch für sie auch leicht sein kann. Dass es Spaß macht, neue Vokabeln zu lernen und vielleicht sogar englische Bücher zu lesen (Harry Potter! Auf Englisch!). Und da war sie richtig begeistert.

Die nächsten Englischarbeiten sind dann viel besser ausgefallen, und am Ende des Halbjahrs stand Henrike in Englisch auf Zwei.

Natürlich hat sich die Geschichte nicht ganz so zugetragen. Henrike heißt anders, und es ging auch nicht um Englisch. Aber sie steht exemplarisch für eine Reihe von Fällen, die ich erlebt habe.

Bei Schulproblemen kann es natürlich auch andere Hintergründe geben. Aber leider passiert es immer noch oft genug, dass Kindern eingeredet wird, sie können nicht lernen oder sie seien zu dumm. Und es ist nicht die Schuld der Kinder, dass sie das glauben…

Derlei Glaubenssätze lassen sich mit EFT zum Glück leicht auflösen. Bislang habe meine Klienten und ich nicht mehr als drei Sitzungen dafür gebraucht, oft genug reichte eine einzige.

Kinder reagieren in meiner Erfahrung überhaupt recht schnell auf EFT. Ich glaube, das liegt daran, dass Kinder noch kein ganzes System von negativen Glaubenssätzen entwickelt haben, in dem sie dann feststecken.

Und wenn man früh interveniert, kann man einem Kind eine Menge Angst und Quälerei ersparen.

Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dann kann EFT die ollen Glaubenssätze übrigens immer noch auflösen, selbst wenn die Schule für Sie schon Jahrzehnte zurück liegt. Dafür habe ich jetzt ein paar Sätze für Sie.

Klopfsätze

Auch wenn mir damals ein Lehrer gesagt hat, ich sei zu dumm für Englisch, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich bin offen für die Möglichkeit, dass sich dieser Lehrer geirrt hat.

Auch wenn ich damals dem Lehrer geglaubt habe, und ich wirklich nie gut in Englisch war, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, diesen alten Glaubenssatz loszulassen.

Auch wenn ich von da an immer geglaubt habe, ich würde nie vernünftig Englisch lesen oder sprechen können, bin ich trotzdem völlig okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, dass das nur eine Idee von dem ollen Lehrer war, und ich nicht länger dran glauben will!

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Bildquelle: F. Möbius

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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