Wer bin ich denn wirklich?

Kleiner Sonnenröschenbläuling

Frei wie ein Schmetterling *

Dieses Thema beschäftigt viele Menschen –  und mich auch – schon seit Jahrzehnten. Ich glaube, es ging spätestens in den 1970ern los, dass man sich auf Selbstfindungsseminare begab, sich die Selbstverwirklichung auf die Fahne schrieb und sich immer dringender fragte, wer bin ich eigentlich?

Das wahre Selbst – es ist schwer zu finden. Ich musste für mich feststellen, dass sich die Antwort auf diese Frage immer wieder veränderte oder nur selten wirklich greifbar wurde. Erst vor Kurzem habe ich einen Satz gelesen, der diese Frage für mich vollständig verändert hat:

„Du kannst dich entscheiden, wer du sein willst.“

Ich gebe zu, ich habe eine Weile vor dem Bildschirm gesessen – er stand auf einer Webseite – und ungläubig geguckt. Und dann traf es mich! Dieser Satz bedeutet nichts anderes als das Ende der Grübeleien und der Nabelschau. Ich muss nicht wissen, was alles zusammengekommen ist, um diese oder jene Eigenschaft bei mir zu stärken oder zu schwächen! Ich muss gar nicht mehr suchen! Ich kann es mir statt dessen aussuchen.

Wow. Was für eine Veränderung!

Natürlich hört die Suche jetzt nicht einfach auf. Aber es ist viel leichter, sich zu entscheiden, war für ein Mensch man sein will, als ständig in der Vergangenheit herumzugraben, Kindheitserlebnisse auf Charaktertauglichkeit zu prüfen oder den Eltern Versäumnisse vorzuwerfen.

Und damit Sie und ihr auch davon profitieren können und könnt, gibt’s jetzt dazu noch eine Klopfrunde:

HK: Auch wenn ich immer geglaubt habe, dass ich mühsam herausfinden muss, wer ich bin und was ich wirklich will, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass es auch ganz anders sein kann.

Auch wenn ich immer gegrübelt habe, wer ich denn sein könnte, und was mich dazu gemacht hat, habe ich mich gern, so wie ich bin.

Auch wenn ich immer noch nicht weiß, wer ich bin und warum, liebe ich mich so wie ich eben gerade bin und erlaube mir, meinen Weg zu gehen.

AI: Ich weiß nicht, wer ich bin!
AA: Ich bin einfach da, aber ich weiß nicht, wer ich bin und was ich will!
UA: Ich habe keinen Schimmer.
UN: Ich bin meistens so, wie die anderen mich haben wollen.
KP: Und ich dachte immer, das ändert sich, wenn ich endlich weiß, wer ich bin.
SB: Aber ich weiß es eben nicht.
UA: Und das ist schlimm!
HG: Denn dann weiß ich auch nicht, was ich will.
Durchatmen!

AI: Ich weiß nicht wer ich bin!
AA: Und vielleicht bin ich gar nicht die Einzige, der es so geht.
UA: Ich habe immer wieder versucht,
UN: mich irgendwie zusammenzusetzen
KP: aus Erinnerungen und dem, was andere sagen und gut finden.
SB: Und das hat sich immer falsch angefühlt.
UA: Und jetzt bin ich verzweifelt!
HG: Denn ich weiß immer noch nicht wer ich bin!
Durchatmen!

AI: Aber vielleicht ist das sogar normal.
AA: Vielleicht geht das einfach ganz anders als ich dachte.
UA: Vielleicht darf ich mir tatsächlich aussuchen, wer oder was ich sein will.
UN: Ich darf es mir aussuchen?
KP: Ja, aber …. was sagen dann die anderen?
SB: Wie soll das denn gehen?
UA: Aber aussuchen klingt gut.
HG: Dann darf ich nämlich so sein, wie ich wirklich sein will.
Durchatmen!

AI: Puh, das ist echt ungewohnt.
AA: Aber es könnte Spaß machen!
UA: Einfach auszuprobieren, was mir gut tut, und wie ich sein will.
UN: Ich könnte mir eine kleinen Eigenschaft aussuchen
KP: und damit ausprobieren, wie es sich anfühlt
SB: genau so zu sein, wie ich es sein will.
UA: Boah, das ist spannend!
HG: Und das fühlt sich gut an!
Durchatmen!

Ich wünsche Ihnen und euch viel Spaß beim Ausprobieren. Und denkt dran: Eure Vergangenheit ist nicht eure Zukunft!

Ich würde mich freuen, von euch in einem Kommentar zu hören, ob und was sich verändert hat.

*Bildquelle: Author Svdmolen, Original bei Wikimedia Commons

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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2 Kommentare zu Wer bin ich denn wirklich?

  1. Kirsten sagt:

    Hallo Frauke,
    Ja, es ist ein tolles Gefühl der Befreiung aus unsichtbaren Fesseln, die uns die Gesellschaft mit ihren Erwartungen auferlegt.

    Ich habe mich entschieden die zu sein die ich sein wollte als ich aus der Schule kam und eine Lehre beginnen wollte. Das war der perfekte Moment für mich, da kannte mich ja keiner von früher.
    Früher in der Schule war ich die Außenseiterin, schwerbehindert, ohne Selbstvertrauen, weil jeder sagte „Dies und Das das kannst du ja sowieso nicht, bist ja behindert.“
    Ich wollte aber Können, wollte mich nicht mit dem Behindertsein abfinden. Also sagte ich mir „Ich bin nicht behindert, ich werde behindert“ und mit einmal war da Selbstvertrauen und ich konnte Dinge die mir niemand zugetraut hatte, und das fühlte sich gut an und gab neue Motivation.
    Heute lebe ich ein ganz normales Leben mit seinen ganz normalen Höhen und Tiefen. Ich werde nicht über meine Behinderung definiert, die bekommen die meisten erst im Nachhinein mit. Die meisten Menschen sehen im Vordergrund meine Persönlichkeit und erst dann den Rollstuhl, und das fühlt sich sehr gut an 🙂
    Also Tipp an alle, die diesen Blog und den Kommentar lesen: Entscheidet euch, wer ihr sein wollt, es loht sich, denn ihr seid die Einzigen die wissen was/wer in euch steckt. Und die anderen gewöhnen sich recht schnell an die „neue“ Person 🙂

    • Liebe Kirsten,

      vielen Dank, dass du deine Geschichte hier mit allen Lesern teilst. Das macht Mut!

      Und ab sofort können wir alle genau so sein, wie wir sein wollen. Ich freue mich drauf! 🙂

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