Liebe deinen Körper – Schritt für Schritt

Selbst-Liebe

Selbst-Liebe

Manche Menschen können einen Schalter im Kopf umlegen und sofort anders leben. Diesen Menschen ist es auch möglich, ihre Gedanken über ihren Körper mit einem Entschluss umzuschalten. Und das ist gut und hilfreich.

Den meisten von uns geht es allerdings anders.

Wir haben jahrelang mit bestimmten Gedankengewohnheiten gelebt. So sind die Gedanken auf ihren eingefahrenen Straßen unterwegs, und es kostet durchaus Kraft, die Gedanken zu verändern.

Ich möchte Ihnen heute drei Schritte vorschlagen, wie Sie Ihre innere Einstellung und Ihre Gedanken zu Ihrem Körper verändern können, ohne sich dabei emotional völlig zu überfordern. Schließlich geht es um Liebe zu sich selbst, und nicht um einen Wettkampf, wer am schnellsten die besten Gedanken entwickelt.

Schritt 1: Achten Sie auf Ihre Gedanken.

Hören Sie sich einfach erst einmal selbst zu. Was denken Sie so über sich und Ihren Körper? Was sind immer wiederkehrende Redewendungen und Ausdrücke?

Schimpfen Sie mit sich?

Das geht den meisten von uns so. Vermutlich kennen wir das kaum anders aus der Kindheit – mit den meisten Kindern wird mehr geschimpft als alles andere. Es ist also kein Wunder, dass wir mit uns selbst ganz ähnlich reden.

Möglicherweise gefällt es Ihnen nicht, wie Sie mit sich selbst reden, wenn Sie eine längere Zeit auch zuhören.

Das wichtigste ist: Sie können das jederzeit verändern und eine neue Gedankengewohnheit entwickeln. Vielleicht finden Sie sogar einen wunderbaren, liebevollen Kosenamen für sich selbst. (Meiner ist „Sweetling“, weil ich viel auf Englisch denke.)

Schritt 2: Finden Sie etwas an sich, das Sie mögen

Mit Sicherheit gibt es irgendetwas an sich, dass Sie mögen können. Bei mir waren es z.B. die Augen, als ich anfing in den Spiegel zu sehen, und versuchte, mich dabei zu mögen. Meine sind braun, mit kleinen goldenen Flecken. Da musste ich mich gar nicht anstrengen, ich fand sie gleich schön. Und nach und nach wuchs der Gedanke, dass ich vielleicht tatsächlich schön bin, so wie ich eben bin, selbst mit Übergewicht.

Und ich gehe jede Wette ein, dass es auch an Ihnen etwas gibt, was schön ist. Was Sie mögen können, ohne sich zu verbiegen. Vielleicht ist es Ihr Haar (ich finde es faszinierend, wie meines langsam grau wird), oder die Form Ihrer Nase, oder Ihre Augenbrauen. Vielleicht haben Sie ein hübsches oder männlich markantes Kinn.

Schauen Sie jeden Tag mindestens einmal bewusst in den Spiegel und sagen Sie sich selbst, was Sie an sich mögen.

Schritt 3: Loben Sie sich selbst

Ich weiß, Eigenlob stinkt.

Aber darum geht es hier gar nicht.

Es geht bei diesem Schritt darum, dass Sie wahrnehmen, was Sie gut gemacht haben. Oder wie gut und wunderbar Ihr Körper ist. Wie schnell kleine Verletzungen heilen. Wie kräftig er immer noch ist. Und wie geduldig er Sie durch die Welt trägt.

Leider achten wir fast immer nur auf die Fehler, auf das was nicht perfekt läuft, auf das was noch gemacht werden muss. Auf die Stellen an unserem Körper, die nicht der Mode entsprechen, oder auch nur den Ansprüchen an sich selbst. Auf die Stellen, die schmerzen.

Die Dinge, die gut laufen, die wir regelmäßig absolvieren und meistern – die fallen oft genug unter den Tisch.

Ich habe mir eine Excel-Tabelle gemacht, in die ich jeden Abend meine Erfolge eintrage (aber ein Schulheft ginge genauso gut). Und das können ganz kleine Dinge sein, z.B. wenn ich gut für mich gekocht habe. Dieser Blogbeitrag kommt da übrigens auch hinein – jede Woche wieder. Denn er ist etwas, dass ich so gut gemacht habe, wie ich konnte. Und manchmal erstaunt es mich doch, was ich so jedem Monat erledige und erreiche. Ich würde das völlig vergessen, wenn ich diese Tabelle nicht hätte.

Also schauen Sie hin, was Sie heute und jeden Tag alles leisten. Und loben Sie sich auch für die kleinen Dinge. Das motiviert nämlich viel mehr als Schimpfen.

Probieren Sie diese drei Schritte aus, vielleicht einzeln, vielleicht auch zusammen. Stressen Sie sich damit nicht, sondern spielen Sie mit den Ideen. Achten Sie auf sich.

Lernen Sie sich und Ihren Körper zu schätzen und gut mit sich umzugehen. Es könnte viel verändern.

Klopfen Sie.

Auch wenn es mir so schwer fällt, gut über mich zu denken, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, diese Gedankengewohnheit zu verändern.

Auch wenn ich finde, dass ich schrecklich aussehe, weil ich so anders bin als die Frauen oder Männer auf den Titelseiten, trotzdem bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, auch an mir schöne Seiten zu entdecken.

Auch wenn ich mir gar nicht vorstellen kann, mich selbst zu loben, was soll das denn bringen, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, ein kleines Experiment zu machen und zu beobachten, wie viel ich wirklich jeden Tag leiste.

Sie sind dran:
Wie finden Sie Ihren Körper und sich selbst?
Wann haben Sie sich zuletzt gelobt?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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