Flips für die Seele

Neulich haben wir am Klopfabend das Verlangen nach Flips geklopft. Diesen Jieper kennen Sie sicherlich auch. Meist geht er einher mit dem Gefühl, dass einem etwas fehlt – und man glaubt, die Flips oder Chips oder Schokolade würden helfen.

Das stimmt aber nur auf der allerersten Ebene. Ja, vordergründig brauchen wir die Flips oder welches „Wohlfühlessen“ auch immer das Ihrige ist. Aber dahinter liegt etwas ganz anderes: Der Hunger auf der Seelenebene.

Dieser Hunger ist oft ein Hunger nach Liebe. Nach Geborgenheit. Nach einer Umarmung oder einfach nach jemandem, der in diesem Moment für uns da ist. Wir alle brauchen diese Wärme, dieses Miteinander.

Aber wir haben oft schon mit ganz jungen Jahren gelernt, diesen Seelenhunger mit Süßigkeiten oder eben Flips zu überdecken. Wer kennt diese Situation nicht: Ein Kind quengelt. Es ist nicht ganz klar, was es braucht, vielleicht ist es auch einfach nur müde – aber die Mutter oder der Vater haben keine Zeit, sich mit dem Kind intensiv zu beschäftigen. Vielleicht stehen sie mitten in der Supermarktschlange und sind mit den Gedanken schon beim Abendessen, das sie noch machen müssen.

Und dann kommt der Keks zum Einsatz, oder der Schokoriegel. Das Kind ist beschäftigt, vielleicht auch nur mit Kauen, und vor allem: Es ist still.

So beginnt die Prägung, die tief verwurzelte Verwechslung, dass wir den Seelenhunger damit besänftigen können, dass wir etwas essen. Kaum jemand wird das nicht erlebt haben. Eltern können gar nicht so liebevoll sein, dass sie sich immer und jederzeit um ein quengelndes Kind kümmern können. So ist das Leben nicht eingerichtet, und so lernen wir auch, mit Frust und Enttäuschung umzugehen.

Und dennoch: Tief in ihnen drin steckt bei vielen Menschen die Überzeugung, es ginge uns seelisch besser, wenn wir essen, kauen und schlucken. Flips, Chips, Schokolade, und manchmal alles, was im Haus ist. Für einen kurzen Moment stimmt das. Dann kommen die Selbstvorwürfe und alles wird noch schlimmer. Jetzt ist der Punkt gekommen, damit aufzuhören.

Seien Sie freundlich zu sich selbst. Erlauben Sie sich, das Missverständnis zu sehen, die falsche, die schnelle Lösung, die wir alle als Kinder gelernt haben. Gestehen Sie sich ein, dass es einen Seelenhunger gibt. Und dann klopfen Sie:

Auch wenn ich als Kind gelernt habe, dass ich Seelenhunger mit Essen stopfen soll, bin ich okay so wie ich bin.

AI: Das habe ich als Kind gelernt:
AA: Wenn ich mich schlecht fühle, esse ich einen Keks.
UA: Und das hilft immer!
UN: Jedenfalls habe ich das so gelernt.
KP: Wenn ich mich schlecht fühle, hilft ein Keks.
SB: Oder Schokolade, oder Flips oder was auch immer.
UA: Essen hilft!
HG: Essen hält Leib und Seele zusammen.
Durchatmen!

AI: Aber jetzt sehe ich das mal anders.
AA: Vielleicht habe ich da etwas Falsches gelernt.
UA: Denn die Eltern haben immer recht, wenn sie etwas machen.
UN: Aber vielleicht wussten sie es auch nicht besser.
KP: Ich habe da ‚was Falsches gelernt.
SB: Essen hilft gar nicht bei Seelenhunger!
UA: Ich habe da etwas verwechselt.
HG: Mensch, das geht doch gar nicht, die Seele hat doch keinen Magen!
Durchatmen!

AI: Ab sofort mache ich das anders.
AA: Ab sofort probiere ich aus, wie ich meine Seele besser füttern kann.
UA: Vielleicht braucht die Seele ja Liebe, Schönheit oder Freude.
UN: Es gibt ganz viele Dinge, die ich tun kann, um meine Seele zu füttern.
KP: Nur mit Essen klappt das nicht. Die Seele braucht keine Flips.
SB: Puh, bin ich froh, dass ich das endlich verstanden habe.
UA: Die Seele braucht gar keine Flips!
HG: Und ich entscheide mich, ab sofort meine Seele anders zu füttern.
Durchatmen!

Vermutlich ist das für Sie jetzt nur der Anfang vom Thema. Klopfen Sie weiter, immer wenn Sie wieder das Gefühl haben – jetzt brauche ich Chips oder Flips oder Schokolade. Probieren Sie aus, was Ihre Seele „satt macht“. Vielleicht ist es ein Treffen mit einem Freund oder einer Freundin, vielleicht ist es Sport, oder das Spiel mit Kindern oder einem Haustier. Probieren Sie es aus! Und kümmern Sie sich gut um sich. Es macht wahrscheinlich sowieso niemand anders.

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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Ein Kommentar zu Flips für die Seele

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