Selbstfürsorge – Erwartungen

Entspannung

Entspannung

Selbstfürsorge kann ganz unterschiedlich aussehen. Und das ist gut so, denn wir sind ja auch alle anders. Trotzdem haben wir natürlich Erwartungen an die Dinge, die wir tun, um uns selbst zu entspannen und gut zu versorgen.

Hier sind zwei Beispiele, die natürlich wieder ein bisschen extrem sind:

Anne hat das Gefühl, sich gut um sich selbst gekümmert zu haben, wenn die Haare gut sitzen, ihre Fingernägel frisch lackiert sind, und sich ihre Füße wieder weich und sanft anfühlen. Außerdem schminkt sie sich jeden Tag und geht nur gut gestylt aus dem Haus. Das ist sie sich wert.

Katrin hat dagegen nur das Gefühl, sich selbst gut zu versorgen, wenn sie jeden Tag ihre Yoga-Übungen macht, regelmäßig meditiert und sich Zeit für Spaziergänge im Wald oder am Wasser nimmt. Seit ihre Freundin einen Burnout erlebt hat, macht sie das ganz bewusst, denn sie hat in ihrem Beruf durchaus viel Stress.

Wer macht es richtig, fragen Sie jetzt vielleicht.

Anne putzt sich wirklich heraus, und gibt dafür womöglich noch viel Geld aus. Ist das wirklich Selbstfürsorge?

Möglicherweise erwarten Sie auch, dass ich jetzt Katrin dafür lobe, so achtsam mit sich umzugehen, immerhin macht sie Yoga und geht regelmäßig spazieren. Das muss doch einfach gut sein.

Aber so einfach ist es nicht.

Es kommt immer auf das eigene Gefühl an.

Wenn sich Anne mit ihrem Rundum-schön-Programm wohlfühlt, dann ist alles gut. Wenn sie sich beim Frisör besonders gut entspannt – hervorragend. Sie hat ihren Weg gefunden.

Und es könnte sogar sein, dass Katrin ihr Gesund-Programm hasst und alles nur durchzieht, weil sie einmal entschieden hat, dass dies alles sein muss. Stellen Sie sich vor, dass sie alles in ihren Kalender einträgt und die Spaziergänge durchzieht als wären es Kundentermine. Ist das Entspannung?

Unsere Erwartungen passen einfach nicht immer.

Deswegen ist es so wichtig auszuprobieren, was Ihnen gut tun.

Spüren Sie in sich hinein. Testen Sie, ob Yoga etwas für Sie ist, oder ob Sie sich lieber auf dem Fahrrad in der Natur austoben oder mit Freunden zum Spielen treffen. Haben Sie den Wunsch, sich mit einer Massage oder einem guten, selbst-gekochten Essen zu verwöhnen? Oder brauchen Sie einen freien Abend mit einem Buch?

Dann machen Sie das, und pfeifen Sie auf die Erwartungen der anderen.

Selbstfürsorge ist immer individuell, und genau das, was Ihnen wirklich gut tut.

Und deswegen gebe ich Ihnen jetzt die Erlaubnis, sich wirklich, ganz bewusst auf Ihre Art und Weise gut um sich selbst zu kümmern.

Auch wenn ich gelernt habe, dass Entspannung nur mit Yoga und Spazierengehen wirklich gut ist, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, meinen eigenen Weg zur echten Entspannung zu finden.

Auch wenn es von mir erwartet wird, dass ich Ausgleichssport betreibe, obwohl ich Sport hasse, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, genau die Art von Bewegung zu finden, die mir wirklich gefällt.

Auch wenn es so viele Erwartungen gibt, wie ich mich gut um mich kümmern sollte, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, genau das Richtige für mich selbst zu finden und mit Genuss zu tun.

Sie sind dran:
Wobei können Sie besonders gut entspannen?
Dürfen Sie das?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

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Selbstfürsorge – Glaubenssätze

Sich gut um sich kümmern

Selbstfürsorge

Selbstfürsorge ist eine Übersetzung des englischen Begriffs „self-care“ und bedeutet vor allem, sich gut um sich selbst zu kümmern.

Natürlich hängen daran unendlich viele Glaubenssätze, vor allem aber die Frage, ob es nicht besonders egoistisch ist, sich – als erstes – um sich selbst zu kümmern.

Jeder ist ganz klar zunächst einmal für sich selbst verantwortlich, für seinen Erfolg ganz alleine zuständig, und natürlich auch für das eigene Glück. So weit so gut.

Aber wenn jemand sich egoistisch und rücksichtlos den Weg zum Erfolg bahnt, andere zur Seite schubst, wo es nur geht, und nur auf den eigenen Gewinn bedacht ist, dann stimmt etwas nicht.

Das ist die Ellenbogenmentalität und -gesellschaft.

Selbstfürsorge meint etwas ganz anderes.

Wenn wir Selbstfürsorge betreiben, dann kümmern wir uns gut um uns selbst, damit wir dann auch gut mit anderen umgehen können. Besonders in helfenden Berufen ist Selbstfürsorge unentbehrlich.

Denn wenn wir selbst keine Kraft mehr haben, dann werden wir rücksichtslos, gezwungenermaßen. Dann werden wir aus Selbstschutz egoistisch.

Selbstfürsorge ist also gut und wichtig. Jeder sollte sie betreiben.

Und das können wir auf viele verschiedene Arten tun. Selbstfürsorge heißt

– gut auf sich selbst zu achten
– für ausreichend Schlaf zu sorgen
– sich selbst gutes, leckeres Essen zu machen
– Pausen einzulegen
– Urlaub zu machen
– sich jeden Tag etwas Schönes gönnen
– und vieles mehr!

Und das ist überhaupt nicht egoistisch.

Stellen Sie sich vor, Sie machen diese Dinge für sich. Dann könnte es Ihnen besser gehen, Sie wären vielleicht zufriedener und sogar ein bisschen glücklich.

Und schon ist es viel netter, mit Ihnen zusammen zu sein.

Es könnte eine positive Spirale entstehen, mit mehr Zufriedenheit, Freude und Glück. Vielleicht haben Sie dann sogar mehr Freunde – das Gegenteil von Egoismus. Und das ist es doch wirklich wert, oder?

Und jetzt klopfen wir die Sache mit dem Egoismus, damit Sie sich ab sofort gut um sich selbst kümmern können.

Auch wenn ich gelernt habe, mich erst dann um mich zu kümmern, wenn alles andere erledigt ist, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, mir jeden Tag Zeit für mich zu gönnen.

Auch wenn es sich immer noch egoistisch anfühlt, etwas nur für mich zu machen, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, mich ab sofort gut um mich zu kümmern.

Auch wenn es mir schwer fällt, gut auf mich zu achten, zu kochen und abzuschalten, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, das alles zu üben und zu genießen.

Sie sind dran:
Wie fühlt sich das an, sich selbst wahrzunehmen?
Haben Sie das jemals geübt?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

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Mitmenschen – Familiensystem

fremd

Fremd

Natürlich hat unser Familensystem auch Einfluss darauf, wie wir mit anderen Menschen umgehen. Wir lernen die Regeln für den Umgang mit Fremden und Bekannten von unseren Eltern. Außerdem können alte Schicksale aus der Vergangenheit uns immer noch als Familienmuster beeinflussen.

Ich erfinde mal wieder zwei Figuren mit unterschiedlichem Hintergrund.

Thomas ist gerne unter Menschen. Er liebt es, ihre Geschichten zu hören und mit ihnen zu reden. Manchmal läd er sogar jemanden zu sich ein, der auf Durchreise ist. Und so hat er auch ein- oder zweimal einen Flüchtling für ein paar Nächte aufgenommen. Es fällt ihm leicht, neue Freunde zu gewinnen, und so hat er auch schon Menschen in fremden Ländern besucht.

Ganz anders geht es dagegen Jochen. Er fühlt sich unter seinen alten Freunden am wohlsten, während er Gelegenheiten wie Kirmes oder Weihnachtsmarkt meidet. Beim Einkaufen spricht er an der Kasse nur das Nötigste. Fremde Menschen sind ihm unangenehm und so redet er gar nicht mit ihnen, wenn es geht. Er nimmt durchaus wahr, dass er so handelt, und das ist ihm ein wenig peinlich. Aber wirklich ändern will er auch nichts.

Was mag hier los sein?

Thomas hat überhaupt kein Problem, er ist vielleicht höchstens manchmal zu vertrauensselig. Und möglicherweise ist sein Familiensystem einfach für fremde Menschen offen. Es wäre interessant zu sehen, ob seine Vorfahren ausgewandert sind, oder häufig Fremde in die Familie aufgenommen wurden.

Wenn dagegen Jochen mein Klient wäre, dann würde ich mit ihm ein Genogramm erstellen, um herauszufinden, ob es da vielleicht Ursachen für das Verhaltensmuster gibt. Wir würden darüber reden, was für ein Leben seine Eltern, Großeltern und weitere Verwandten hatten. Und es kann schon sein, dass einem seiner Vorfahren etwas Schlimmes von Fremdem angetan wurde – und diese Sache Auslöser für eine Familienregel wurde:

Fremde sind gefährlich.

Ich vermute, dass diese Regel auch in Deutschland weit verbreitet ist. Immerhin liegt die Besatzungszeit noch nicht so lange zurück, zumindest, wenn man die Generationen betrachtet.

Falls Jochen so eine Familienregel gelernt hat, dann läuft unterbewusst ein Programm, dass ihn vor Fremden schützt, indem es ihn Orte mit vielen, unbekannten Menschen vermeiden lässt.

Das ist kein Problem, so lange es ihn nicht daran hindert, sein Leben zu genießen. Wenn er aber plötzlich einen Job bekommt, in dem er ständig mit fremden Menschen reden muss – dann wird es schwierig.

Aber selbst so eine Regel lässt sich verändern oder auflösen. Wenn wir den Grund dafür wissen, hilft das natürlich, aber EFT ist zum Glück flexibel genug, um auch so zu wirken. Es dauert vielleicht nur etwas länger.

Auch wenn ich schon zu Hause gelernt habe, dass Fremde gefährlich sind, und ich alles tue, um Fremde zu vermeiden, bin ich okay so wie ich bin, und ich bin jetzt offen für die Möglichkeit, dass dies nur eine alte Familienregel ist.

Auch wenn ich vorsichtig mit Fremden bin und sie meistens vermeide, bin ich okay so wie ich bin, und ich bin offen für die Möglichkeit, dass dies ein Echo aus der Vergangenheit ist und mich nicht wirklich betrifft.

Auch wenn ich die Regel meiner Familie bislang brav befolgt habe und von Fremden Abstand halte, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt zu sehen, dass ich dadurch auch viel Interessantes verpasse.

Sie sind dran:
Wie geht Ihnen das mit Menschen, die Sie nicht kennen?
War das in Ihrer Familie schon immer so?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

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Mitmenschen – Glaubenssätze

Bewertung

Bewertung

Es gibt unendlich viele Glaubenssätze über unsere Mitmenschen, hilfreiche und schädliche. Manche sind sogar destruktiv.

Ich denke hier an Glaubenssätze, die es nahelegen, andere Menschen zu beurteilen, zu verurteilen und abzuwerten. Das geschieht keinesfalls selten, und bei weitem nicht nur, wenn eine Frau Kopftuch oder ein Mann einen langen Bart trägt, oder wenn die Hautfarbe vom europäischen Durchschnitt abweicht…

Oh, guck mal, diese verfilzten Haare sind ja schräg. Und die Hose, wie die runterhängt, das geht ja gar nicht. Und Sabine hat auch schon wieder einen Neuen, die springt echt durch alle Betten… und so weiter und so fort.

Ich kenne einige Menschen, die kaum etwas anderes machen, als über alle herzuziehen, mit denen er oder sie zu tun hat. Man kann sich dabei trefflich aufregen – und das ist das Wichtigste – ohne selbst wirklich betroffen zu sein.

Nun sind diese Menschen nicht böse. Sie meinen es auch nicht einmal böse. Sie haben nur eine Gedankengewohnheit angenommen, die ihnen hilft, sich besser zu fühlen, indem sie andere abwerten. Meistens geht es ihnen nicht gut, und meistens mögen sie sich selbst nicht besonders.

Ich ertappe mich auch manchmal noch dabei, andere zu bewerten, ganz besonders, wenn wieder mal jemand mit dem Fahrrad dicht an mir vorbeizischt, obwohl es einen Radweg gibt. Ich gebe mir dann Mühe, nicht den Menschen zu bewerten, sondern das Verhalten…

Meine Erfahrung ist es aber, dass es uns selbst viel besser geht, wenn wir dieses Bewertungsspiel sein lassen. Wenn wir uns erlauben, andere einfach so zu lassen, wie sie sind, und vielleicht sogar das Schöne an ihnen sehen. Weiterlesen

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Mitmenschen – Erwartungen

freundliche Menschen

Freundliche Menschen

Wir leben ja ein einer ganzen Gesellschaft von Menschen, und die meisten von uns werden praktisch jeden Tag auf welche treffen, sei es bei der Arbeit, beim Einkaufen, oder die Nachbarn. Das kann nett sein, oder anstrengend und unangenehm.

Und wir haben natürlich Erwartungen an unsere Mitmenschen, die aus unserer Kindheit, unserer Familie und unseren Erlebnissen gespeist werden.

Doris lebt schon lange alleine, und sie macht sich keine Illusionen mehr. Die Welt ist eben einfach unfreundlich. Ihre Kollegen sind alle jünger, frech und unhöflich. Hilfe bekommt sie so gut wie nie angeboten, auch wenn es ihr langsam schwerfällt, die Einkäufe nach Hause zu tragen. Sie macht sich auch nicht mehr die Mühe, höflich zu sein, sie bekommt sowieso nur ein missmutiges Grummeln vom Nachbarn zurück.

Franziska lebt zwar auch recht zurückgezogen, aber sie hat ganz andere Erwartungen. Vor Jahren schon hat sie sich entschieden, dass sie von freundlichen Menschen umgeben ist – und so behandelt sie jeden, der ihr begegnet. An der Kasse im Supermarkt wird sie schon lange erkannt und gegrüßt. Bei der Arbeit hat sie für jeden ein Lächeln, egal ob Chef oder Hausmeister. Und jeder Verkäufer ist nett zu ihr.

Diese beiden Frauen sind ganz klar überzeichnet, denn sie sollen ja auch jeweils eine Einstellung charakterisieren. Aber es gibt tatsächlich Menschen wie Doris und Franziska. Wir alle kennen sie. Und natürlich treffen wir lieber auf Franziska. Weiterlesen

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Erkältung – Familiensystem

Tante Frieda

Tante Frieda

Ja, sogar bei etwas so „Einfachem“ wie Erkältungen kann das Familiensystem eine Rolle spielen.

Verrückt, oder?

Aber natürlich lernen wir in unserem Familiensystem auch, wie Erkältungen stattzufinden haben. Wie leicht, wie schwer, wie kurz oder wie lange. Und vielleicht, dass sie bei Frauen anders ablaufen als bei Männern. Und als brave Familienmitglieder halten wir uns dran. (Das lässt sich aber mit Klopfen auch verändern, keine Sorge.)

Vielleicht haben Sie aber auch schon einmal Folgendes gehört:

„Also, du bist ja mit dem Schnupfen genauso schlimm wie deine Tante Frieda. Die hat als Kind auch immer so darunter gelitten.“

Das ist dann ziemlich wichtig. Es könnte nämlich eine Verbindung mit der Tante aufzeigen, die über eine Erkältung hinausgeht. Im systemischen Arbeiten nennt man so eine Verbindung „Verstrickung“. Das heißt, das System nutzt einen Nachgeborenen, um eine Fehlstelle oder Schieflage im System auszugleichen. Weiterlesen

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Erkältung – Glaubenssätze

Schnupfenvirus

Böser Virus

Wir glauben zu wissen, wie eine Erkältung abläuft – zumindest bei uns selbst. Vielleicht haben Sie das Muster für sich auch schon erkannt, aber hier sind noch einmal zwei Beispiele aus meinem Bekanntenkreis:

Bei Helga beginnt es mit einem Kratzen im Hals, dann fängt die Nase an zu laufen, und sie quält sich ein paar Tage mit einer verstopften Nase. Dann zieht die Erkältung in die Nebenhöhlen, so dass ständig Schleim den Rachen herunterläuft. Daraus entwickelt sich ein Husten, der in der Regel vier bis sechs Wochen anhält. Dann erst wird es langsam besser. Sie kennt das schon und stellt sich darauf ein, indem sie immer Hustenbonbons vorrätig hat. Und die Nasendusche hat schon längst einen festen Platz im Badezimmer. Erkältungen sind bei ihr immer langwierig und gehen nur ganz allmählich vorrüber.

Bernd dagegen kennt Erkältungen ganz anders. Bei ihm geht es mit ständigem Niesen los, das drei Tage lang alle Menschen in seiner Umgebung nervt. Dann läuft die Nase, er hat ein paar Tage Husten, und kurz darauf ist alles vorbei. Er macht sich darum keine Sorgen und hat auch nur ein- oder zweimal im Jahr überhaupt eine Erkältung.

Sind das wirklich dieselben Schnupfenviren?

Das ist gut möglich. Weiterlesen

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Erkältung – Erwartungen

krank

krank

Wir haben gerade einen unangenehm kalten und regnerischen August, zumindest hier im Norden. Schnupfen ist da nicht wirklich weit… und deswegen schreibe ich eine Miniserie über Erkältungen.

Eine Erkältung ist zum Glück in der Regel nur unangenehm, aber nicht bedrohlich. Und gerade deswegen spielen unsere Erwartungen über den Verlauf und die Erscheinungsbilder von Erkältungen eine große Rolle.

Inge bekommt zum Beispiel regelmäßig Erkältungen. Sie beginnen mit einem Kratzen im Hals, dann hat sie einen Tag fiese Halsschmerzen. Kurz darauf läuft die Nase ununterbrochen, und sie beginnt zu husten. Gelegentlich hat sie sogar etwas erhöhte Temperatur, aber davon lässt sie sich nicht beeindrucken. Der Husten hält sich hartnäckig. Bis sie alles wieder loswird, vergehen drei bis vier Wochen, in denen sie sich schlapp, müde und angeschlagen fühlt. Aber sie zieht ihren Alltag ohne Abstriche durch, und ist stolz darauf.

Horst dagegen leidet massiv unter einer Erkältung, die er höchstens einmal im Jahr bekommt. Sein Hals tut nicht nur weh, er brennt unerträglich. Seine Nase ist vollkommen verstopft, und als der Husten beginnt, legt er sich mit Fieber ins Bett. Drei Tage lang ist er richtig krank.  Allerdings verschwindet seine Erkältung auch nach einer guten Woche vollständig.

Was passiert hier? Weiterlesen

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Umgang mit Ärger – Familiensystem

Familienjob

Du hast den Job.

Manchmal werden in einem Familiensystem sozusagen „Jobs“ verteilt. Ein Mitglied „übernimmt“ eine Sache, damit die anderen frei davon sein können.

Meistens sind das natürlich unangenehme Dinge, wie Übergewicht oder Traurigkeit. Und natürlich macht das niemand bewusst. Und doch passiert das, weil ein Familiensystem nicht dafür da ist, die Mitglieder glücklich zu machen. Ein Familiensystem schützt sich einfach nur selbst.

Nehmen wir als einmal an, eine Familie hat sehr klare Regeln über Ärger:

Ärger ist unerwünscht, und in der Familie darf er nicht ausgedrückt werden. Ein lautes Wort ruft schon Stirnrunzeln und Augenrollen hervor. Natürlich haben auch die Kinder sofort begriffen, was diese Regel bedeutet: Niemals Ärger zeigen. Und jeden Ärger sofort herunterschlucken, damit die Harmonie bloß nicht leidet.

Leider hat aber offenbar das dritte Kind, Tochter Regina, diese Regel nicht verinnerlicht. Sie hat immer wieder heftige Wutausbrüche, schreit laut und wirft ihre Stofftiere durch die Gegend. Sie stellt ihre Eltern vor große Herausforderungen. Weiterlesen

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Umgang mit Ärger – Glaubenssätze

Wut

Wut

Wenn wir jemanden sehen, der sich ärgert, dann denken wir oft, dieser Mensch müsste schnell beschwichtigt werden. Wir wollen den Ärger so schnell wie möglich loswerden, sowohl bei uns als auch bei anderen.

Und dafür setzen wir alles ein, was wir haben. Wir versuchen es mit Liebe und Zärtlichkeit. Vielleicht mit Sex. Oder mit Druck. Oder wir bestrafen das wütende Kind noch extra. Oder wir ignorieren den Ärger geflissentlich, bei uns selbst und anderen.

Weil wir glauben, dass Ärger schlecht ist.

Weil uns Ärger vielleicht unheimlich und unangenehm ist.

Weil uns ein ärgerlicher oder wütender Mensch Angst macht.

Denn Ärger macht etwas mit uns: Er macht uns stark und verdrängt die eigene Angst. Er reduziert die Welt auf gut und böse, schwarz und weiß. Er macht Dinge einfach. Weiterlesen

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