Neuanfang – etwas anders machen

Das Neue

Das Andere, das Neue

Ein Neuanfang bedeutet in der Regel, dass man etwas anders macht als vorher.

Das ist ja auch das Ziel, oder zumindest ein Teil vom Weg dahin.

Und trotzdem kann selbst dieser kleine Schritt schon Widersprüche und Blockaden auslösen.

Das haben wir schon immer so gemacht!

Ich finde, dieser Spruch drückt das „Beharrungsvermögen“ von Systemen hervorragend aus. Systeme – und Menschen wollen sich nämlich nicht ändern. Sie wollen genauso bleiben wie sie es gewohnt sind, auch wenn das vielleicht gar kein guter Zustand ist.

Und deswegen trifft etwas Anderes oder etwas Neues in der Regel auf Widerstand.

Da Sie sich aber entschieden haben, etwas in Ihrem Leben zu verändern, gilt es eben auch diesen natürlichen Widerstand zu überwinden.

Ganz zu Anfang ist das Andere vielleicht auch noch neu und spannend.

Danach machen wir das Andere durch Willenskraft.

Aber Willenskraft ist begrenzt und irgendwann aufgebraucht. Sie hält länger, wenn sie nicht so sehr in Anspruch genommen wird – und da kommt dann EFT ins Spiel.

Wenn wir den Widerstand gegen das Andere durch klopfen reduzieren, kommen wir mit unserem Vorrat Willenskraft schon viel weiter.

Und dann wird das Andere, das Neue bald zur Gewohnung und kostet keine Anstrengung mehr.

Deswegen habe ich hier wieder Klopfsätze für Sie.

Auch wenn das Andere erst toll und aufregend war, und jetzt langsam mühsam wird, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, das Andere leicht und locker in mein Leben zu integrieren.

Auch wenn ich jetzt schon merke, wie die Widersprüche größer werden, weil ich das Andere weiter durchziehe, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt mit leicht und schnell an dieses Andere zu gewöhnen.

Auch wenn ich jetzt schon Willenskraft brauche, um das Andere und Neue wirklich durchzuziehen, bin ich okay so wie ich bin, und ich freue mich schon darauf, wenn das Andere und Neue das neue Normale werden.

Sie sind dran:
Wie geht es Ihnen wenn Sie an das Andere und Neue denken?
Fühlt es sich immer noch gut an?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?
Schreiben Sie einen Kommentar!

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

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Frohes neues Jahr – und ein Neuanfang

Feuerwerk

Frohes neues Jahr!

Das neue Jahr ist gerade erst ein paar Tage alt, und fühlt sich noch ganz frisch an. Und vielleicht geht es Ihnen auch so: Ein Jahreswechsel ist auch eine gute Gelegenheit, um ein paar Dinge im Leben aufzufrischen.

So gibt es auch ein paar Veränderungen hier im Blog:

Ich möchte mich in Zukunft einigen Themen etwas ausführlicher widmen, als ich es früher gemacht habe. So habe ich mir überlegt, in jedem Monat ein spezifisches Thema aus verschiedenen Blickwinkeln anzugehen, mit Blick auf negative Muster, Familienverstrickungen und natürlich alle möglichen emotionalen Hemmungen und Bockaden. (Sie dürfen gerne in einem Kommentar Themenvorschläge machen, das Jahr ist ja noch lang!)

Für diesen Monat passt das Thema „Neuanfang“ wirklich gut – ich kenne viele Menschen, die gerade im Januar etwas Neues anfangen oder einen Bereich im Leben neu ausrichten wollen. Und auch bei mir selbst erlebe ich gerade einen Umschwung und Neuanfang im Bereich Schreiben… mit allem Drum und Dran.

Denn so ein Neuanfang ist meistens nicht ganz ohne.

Natürlich freuen wir uns auch auf das Neue und Schöne, was wir da planen und uns wünschen, aber gleichzeitig gibt es oft Ängste und Hemmungen.

Es könnte ja schiefgehen.
Es könnte anstrengend und mühsam werden.
Es könnte uns Ärger einbringen.
Es könnte uns Freunde kosten.
Es könnte Krach in der Familie bringen.
Es könnte …. unendlich viel Negatives passieren.

Gleichzeitig haftet das vertraute Alte noch an uns und löst Zweifel aus.

Muss ich das wirklich machen?
Es geht doch auch so.
Es ist doch gar nicht so schlimm.
Das kann ich aushalten.
Wird es wirklich besser wenn es anders wird?
Immerhin kenne ich mich hier aus

Und selbst das Neue, das wir uns wünschen, kann Sorge bereiten.

Ich weiß ja gar nicht, wie sich das anfühlt.
Es ist viel zu aufregend.
Es ist wirklich Neuland, unbekannt und unerforscht.

Man kann also auch beim Thema „Neuanfang“ ganz schön in die Tiefe gehen. Heute geht’s aber ganz um den Anfang beim Neuanfang.

Der Neuanfang braucht vor allem Mut und eine Entscheidung.

Und dafür habe ich ein paar Klopfsätze:

Auch wenn es mir so schwerfällt, mich für einen Neuanfang zu entscheiden, es ist ja alles so unsicher, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, mich für eine Veränderung zu entscheiden und dann behutsam anzufangen.

Auch wenn ich mich so unsicher fühle, wenn ich über einen Neuanfang nachdenke, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, einen kleinen Bereich meines Lebens zu verändern, indem ich dort genau hinschaue und neu anfange.

Auch wenn es soooo schwierig ist, das Alte hinter mir zu lassen, und jetzt mit etwas Neuem zu beginnen, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube es mir, diesen Neuanfang ganz sanft, behutsam und liebevoll anzugehen, im optimalen Tempo für mich.

Sie sind dran:
Wie geht es Ihnen wenn Sie daran denken, in einem Bereich Ihres Lebens neu anzufangen?
Wie fühlt es sich an, sich eine bessere Situation vorzustellen?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?
Schreiben Sie einen Kommentar!

Bildquelle: F. Möbius

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Weihnachtspause

Liebe Leserinnen und Leser,

„Leichter leben mit EFT“ macht Weihnachtspause. Ab Januar geht’s weiter mit Beiträgen und dem Newsletter.

Ich wünsche eine schöne Adentszeit und fröhliche Weihnachten!

Fröhliche Weihnachten

Fröhliche Weihnachten!

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Weihnachtszeit – Geschenke

Geschenke

Geschenke

Das ist natürlich ein heikles Thema.

Soll man sich etwas schenken oder nicht? Und wie steht es mit den Kindern? Und wenn ja, dann was? Und… wie viel? Was Praktisches? Was Schönes? Und bloß keine Socken! Und keinen Staubsauger!

Ich kenne Paare, die schenken sich gegenseitig seit Jahren nichts mehr. Sie sind sozusagen aus dem Rummel ausgestiegen.

Und ich kenne Familien, bei denen sich die Geschenke für die Kinder richtig hoch türmen, vor allem wenn Großeltern, Onkel und Tante auch noch etwas unter den Weihnachtsbaum legen wollen.

Ich habe mal überlegt, was das Familiensystem eigentlich so dazu „sagt“.

Es gibt dort die Regel vom Ausgleich zwischen Geben und Nehmen.

Jedes Geschenk fordert sozusagen ein gleichwertiges Gegen-Geschenk.

Es ist schon klar, dass Kinder das zumindest auf finanzieller Ebene nicht leisten können. Weiterlesen

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Weihnachtszeit mit der Familie

Weihnachtszeit

Weihnachtszeit

Am Sonntag ist erster Advent.

Der Beginn von Besinnlichkeit und Kerzen, von Lichterketten und Weihnachtsmärkten. Das Fest der Liebe kommt auf uns zu.

Und das ist familientechnisch oft ein Problem.

Zu Weihnachten soll es ja friendlich zugehen. Und voller Freude und so.

Da haben wir oft recht hohe Ansprüche, und das führt zu Stress, denn natürlich gibt es in einer Familie immer Reibungspunkte. Und oft genug fühlt sich jemand zurückgesetzt oder ungerecht behandelt, oder übergangen…

Es hilft vielleicht, sich dann an die drei Hauptregeln des Familiensystems zu erinnern:

1. Alle gehören dazu. Egal was passiert ist.
2. Es gibt eine Ordnung in der Familie. Jeder hat seinen Platz.
3. Der Ausgleich von Geben und Nehmen

Achten Sie darauf, wenn es in der Familie knirscht. Wird wirklich jeder respektiert? Steht jeder am richtigen Platz, oder gab es da einen Rollentausch oder zwei? Und stimmt der Ausgleich von Geben und Nehmen? Weiterlesen

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Erkältungen – Familienstellen

Familie

Familie

Unser Familiensystem hat einen einzigen, fundamentalen Zweck: Sich selbst aufrecht zu erhalten. Dafür „unternimmt“ es Einiges, und das ist nicht immer zum Guten aller Beteiligten.

Heute habe ich mir ein Beispiel ausgedacht, mit dem ich Sie anregen möchte, genauer hinzuschauen, wenn in der Familie immer wieder dieselbe Krankheit auftaucht, oder ein Kind immer wieder krank ist.

Die kleine Lisbeth ist ständig erkältet. Auch nach dem typischen ersten Kindergartenjahr hat sie immer wieder wochenlang Husten und Schnupfen. Besuche beim Arzt sind häufig, aber eine richtige Ursache konnte nicht festgestellt werden. Auch Allergietests bringen keine neue Erkenntnis.

Inzwischen dreht sich der Alltag vor allem um Lisbeth. Jede Woche gibt es Termine, morgens und abends muss die Kleine inhalieren, was zu viel Stress führt. Außerdem ist Lisbeth ist inzwischen in einem Waldkindergarten angemeldet, zu dem sie ihre Mutter jeden Tag eine halbe Stunde fährt, damit der Aufenthalt an der frischen Luft sie abhärtet – aber nichts hilft.

Erst als Lisbeths Mutter auf Drängen ihres Kinderarztes mit Lisbeth zu einer Psychologin geht, passiert etwas Entscheidendes: Als die Therapeutin Lisbeths Mutter nach dem Zustand ihrer Beziehung fragt, fließen Tränen.

Vater und Mutter leben inzwischen vor allem neben einanderher, auch weil die Versorgung von Lisbeth so viel Zeit und Kraft kostet. Aber eigentlich geht das schon länger, und Lisbeth’s Mutter ist traurig und verzweifelt, weil sie ihren Mann sehr liebt, aber kaum noch Zeit findet, ihre Beziehung zu leben.

Die nächsten Sitzungen finden ohne die kleine Tochter statt, aber gemeinsam mit dem Vater. Und allmählich finden die beiden Erwachsenen zu einer befriedigenden Partnerschaft zurück. Zu ihrem Erstaunen bessert sich gleichzeitig der Zustand von Lisbeth. Weiterlesen

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Erkältungen – Erwartungen

krank

Krank

Das Blöde – und das Gute – an Erwartungen ist, dass wir bekommen, was wir erwarten. Manchmal ist diese Erwartung aber so tief in uns vergraben, dass wir sie kaum spüren.

Erkältungen sind ein eher harmloses Thema, wo es möglich ist, mit unseren Erwartungen zu spielen und zu üben.

Und wir alle haben schon genug Erkältungen erlebt, so das wir „wissen“ wie sie verlaufen, mit Schnupfen, Husten, Heiserkeit, vielleicht Nebenhöhlenproblemen. Deshalb erwarten wir eben auch den Rest, wenn wir die ersten Anzeichen spüren.

Was wäre, wenn das nicht so sein müsste?

Wenn wir uns statt dessen entscheiden könnten, dass unser Immunsystem wunderbar reagiert und die Erkältung wegarbeitet?

Oder wenn wir uns gleich bei den ersten Symptomen einen Tag Pause gönnen, damit wir die Erkältung gleich am Anfang in den Griff kriegen?

Klingt ungewohnt, oder? Weiterlesen

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Erkältungen – Glaubenssätze

Krank

Krank

Wir Deutschen glauben oft, das Erkältungen von Wind oder Zugluft ausgelöst werden. Wie oft musste ich als Kind die Kaputze aufsetzen, damit ich keinen Schnupfen kriege! Und Stirnbänder, die auch die Ohren bedecken, sind wieder richtig in.

Amerikaner glauben eher, dass es einfach die Kälte ist, weswegen man Erkältungen bekommt. Sie mummeln sich also genauso ein wie wir, aber geben Zugluft weniger die Schuld.

Beides stimmt nicht wirklich, sagen Wissenschaftler. Erkältungen werden durch Viren ausgelöst, die von anderen erkälteten Menschen „ausgestoßen“ werden. Man wird sich also im vollen, feuchtwarmen Bus wesentlich leichter eine Erkältung einfangen als auf einem eisigen Spaziergang am Strand.

Dazu kommen dann noch Glaubenssätze über unsere eigenen Widerstandfähigkeit. Wenn wir glauben, dass wir – aus welchem Grund auch immer – anfällig für Erkältungen sind, dann kriegen wir sie auch häufiger. Weiterlesen

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Gefühlsbarometer – Familiensystem

Gefühlsbarometer

Gefühlsbarometer

Normalerweise erlernen wir unser persönliches Gefühls-Normal-Null in unserer Familie. Es gibt da eine gewisse Bandbreite, aber eine Familie hat in der Regel ein eher einheitliches Gefühlsempfinden.

Das liegt daran, dass Kinder, solange sie klein sind, ganz unbeschwert alles von ihren Eltern annehmen, und davon ausgehen, dass die eigene Familie „normal“ ist. Und oft genug funktioniert das auch einigermaßen.

Schwierig wird das, wenn es in einer Familie zu großen Problemen kommt, und das Gefühls-Normal-Null sozusagen verschoben ist. Das kann in Richtung zu viel Angst, viel Wut oder auch viel Traurigkeit gehen, und das ist eher nicht hilfreich.

Wenn wir aber versuchen, unser Normal-Null zu verändern, weil wir mit dem Zustand unzufrieden sind, dann kommt ein zweites Problem dazu:

Die Loyalität zur Familie oder zumindest einem Elternteil.

Es ist nämlich durchaus eine Möglichkeit, Loyalität und Verbundenheit auszudrücken, indem man dasselbe Normal-Null behält.

Auf diese Weise erklärt sich vielleicht – neben einer genetischen Anfälligkeit – die „Vererbung“ von Depressionen, aber auch Zornigkeit oder Panikanfällen innerhalb eines Familiensystems.

Die wichtigste Frage ist natürlich: Wie kommt man da raus?

Ich versuche in solchen Fällen mit meinen Klienten, die Art wie sie ihre Loyalität zur Familie ausdrücken grundlegend zu verändern. Denn wenn die Familienzugehörigkeit nicht mehr über das Gefühls-Normal-Null ausgedrückt werden muss, dann kann und darf es sich ja auch verändern.

Wir schauen dann gezielt nach anderen Möglichkeiten, eine Verbindung zur Familie zu behalten. Das kann ein bestimmtes Hobby oder Interesse sein, aber manchmal reicht es sogar schon, ein oder zwei Fotos aufzuhängen. Klingt banal, oder?

Dazu kommt dann aber die Klopfarbeit, mit deren Hilfe der alte Glaubenssatz gelöscht wird, dass nur ein ähnliches Gefühlsleben signalisiert, dass wir Teil der Familie sind.

Und dann ist das Gefühls-Normal-Null durchaus veränderbar. Dann dürfen wir glücklicher oder zufriedener sein als der Rest der Familie und trotzdem weiter dazugehören. Und das beste ist: Wir geben auch ein anderes Grundgefühl an unsere Kinder weiter.

Hier sind ein paar Klopfsätze dafür:

Auch wenn ich gelernt habe, dass meine Gefühle genau richtig sind, weil wir uns alle in der Familie so fühlen, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, mich ab sofort anders zu fühlen und trotzdem Teil der Familie zu bleiben.

Auch wenn ich mein Gefühls-Normal-Null an meine Familie angepasst habe, und das vielleicht ein Zeichen meiner Loyalität ist, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, diese Loyalität anders auszudrücken und mir ein besseres Gefühls-Normal-Null zu erlauben.

Auch wenn mein Grundgefühl dem meiner Familie entspricht und mich das inzwischen wirklich stört, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt dafür, mein Gefühl zu verändern und einen anderen Weg zu finden, meine Zugehörigkeit auszudrücken.

Sie sind dran:
Welche Gefühle sind in Ihrer Familie normal?
Wie fühlen Sie sich meistens?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

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Gefühlsbarometer – Erwartungen

Glücklich?

Glücklich?

Natürlich haben wir jede Menge Erwartungen an unsere Gefühle.

Sie sollen möglichst positiv sein. Wir wollen jeden Tag voller Freude beginnen, so wie es die Werbung für Frühstückmüslis oder Kaffee suggeriert. Voller Energie und mit einem Lächeln – also mit genauso viel Freude – meistern wir anschließend unseren Arbeitstag.

Einkaufen und Haushalt machen dann genauso viel Freude, und abends verbringen wir glückliche Familienzeit mit den Kindern, den Großeltern und vielleicht noch dem Fernseher.

Sind Sie jetzt völlig erschöpft?

Genau. So viel Freude und Glück geht gar nicht.

Aber seien Sie mal ehrlich: Die Erwartung, dass ein guter Tag voller Freude, Glück oder zumindest Zufriedenheit zu sein hat – die wird in den Medien, in Büchern und in unserer Gesellschaft gerne aufrecht erhalten. Und wir sollen uns im Zweifelsfall diese Gefühle „kaufen“.

Die Realität sieht anders aus, und das wissen Sie genauso wie ich.

Wir erwarten meistens einen normalen Tag. Und normale Gefühle. Ein bisschen Freude vielleicht, aber auch Langeweile, Ärger, Stress und ab und an auch etwas Traurigkeit. Und das bekommen wir dann auch in der Regel.

Leider entspricht das eben nicht den Erwartungen, die von außen an uns herangetragen werden.

Und so tun wir eben so als ob, denn wer will schon als Spaßbremse dastehen?

Und ignorieren unsere wirklichen Gefühle.

Und das kostet richtig viel Kraft.

Viel besser ist es, authentisch zu sein. Zu unseren Gefühlen zu stehen, sie auch zu spüren – und sie loszulassen, wenn ihre Zeit vorbei ist.

Natürlich heißt das jetzt nicht, dass Sie ab sofort Ihre Kollegen anschreien sollen.

Aber Sie sollten die Wut zulassen, wenn sie schon einmal da ist, und dann dahinter schauen.

Denn unsere Gefühle sind wichtige Signale an uns. Sie zeigen uns, wenn etwas gut läuft, oder wenn etwas nicht gut läuft. Ob etwas gut für uns ist oder nicht.

Solange wir nur den Erwartungen folgen und so tun als ob, setzen wir unser eigenes Signalsystem außer Kraft.

Besser ist es, eine Balance zu finden, zwischen den eigenen Gefühlen und den Erwartungen der Welt da draußen. Und je näher Sie bei sich sein können, desto besser.

Und das kann man klopfen.

Auch wenn ich gelernt habe, meine Gefühle zu verstecken und nach außen fröhlich zu sein, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, genauer hinzuspüren und anzunehmen was ich wirklich fühle.

Auch wenn es totale Gewohnheit ist, nach außen hin fröhlich zu sein, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, meine Gefühle ehrlich zuzulassen und ich selbst zu sein.

Auch wenn es mir schwerfällt, nicht den Erwartungen zu entsprechen und auch mal nicht fröhlich zu sein, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, meine Gefühle zu würdigen und fließen zu lassen.

Sie sind dran:
Welche Gefühle erwarten Sie von sich selbst?
Wie fühlen Sie sich meistens?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

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