Ziele und die Eieruhr

Ziel

Ziel *

Wenn Sie letzte Woche meinen Blogpost gelesen haben, und jetzt das Gefühl haben, Sie möchten etwas wagen, dann biete ich Ihnen ein paar Ziele an. „Nein“, höre ich Sie schon stöhnen, „bitte nicht dieses Erfolgsgequatsche von den Zielen. Das schaffe ich sowieso nicht.“

Das kann ich gut verstehen. Viele Menschen sind es gar nicht gewohnt, sich Ziele zu setzen. Und dann ist so ein Ziel wie „Dieses Jahr verdiene ich doppelt so viel wie letztes Jahr!“ mindestens fünf Nummern zu groß. Vielleicht wünschen Sie sich ja mehr Einkommen. Aber so auf’s Blaue hinaus klappt das eher selten.

Der allererste Schritt ist ein ganz anderer: Erlauben Sie sich überhaupt erst einmal, Ziele zu haben, die über das pünktliche Zur-Arbeit-Kommen, Einkäufe erledigen, putzen, Mails abrufen und Facebook checken hinaus gehen. Ich meine Ziele, die schon ein kleines Bisschen anstrengen, die Sie ein winziges Bisschen fordern und aus dem üblichen Trott rausholen. Und trotzdem möchte ich Ihnen Ziele ans Herz legen, die passen und die machbar sind.

Ziele müssen SMART sein. Ich erkläre das kurz:

S = Spezifisch
M= Messbar
A= Attraktiv
R= Realistisch
T= mit Termin

Das heißt, ein Ziel „Ich mache mehr Sport!“ ist ziemlich sinnlos, weil gar nicht definiert ist, was das genau bedeutet. Ein brauchbares Ziel ist dagegen: „Ich gehe zweimal die Woche mit meiner Freundin walken und zwar bis Ende Juli.“

So ein Ziel ist spezifisch (walken), messbar (zweimal die Woche), attraktiv (mit meiner Freundin – hoffentlich jedenfalls!), realistisch (es passt in den Zeitplan) und es hat einen Termin (zweimal die Woche, bis Ende Juli). Ganz schlaue Zeitgenossen denken sich dann noch eine richtig schöne Belohnung aus.

Vielleicht ist aber sogar so ein Ziel für Sie noch zu groß. Sich für einige Monate festzulegen, bedeutet schon eine Menge Einsatz. Und da Sie möglicherweise kaum Erfahrung mit Zielen haben, brauchen Sie vielleicht noch kleinere Ziele, sozusagen zum Üben, damit Sie feststellen können, wie gut es sich anfühlt, Ziele tatsächlich zu ereichen.

Deswegen möchte ich Sie zu einer kleinen Übung einladen:
Nehmen Sie eine Eieruhr. Suchen Sie sich etwas aus, das Sie erledigen wollen. Für mich wäre so etwas z.B. Ablage machen oder den Schreibtisch aufräumen, aber vielleicht ist es für Sie etwas im Garten, oder irgendeine andere Aufgabe. Suchen Sie sich etwas aus. Dann stellen Sie die Eieruhr auf 30 Minuten und beschäftigen sich in dieser Zeit nur mit der Aufgabe. Kein Facebook, kein Träumen, kein Weglaufen. 30 Minuten hält jeder durch, aber wenn es für Sie ganz hart kommt, dann nehmen Sie 20 Minuten.

Jetzt kommt das Schwierigste: Wenn die Eieruhr klingelt, hören Sie auf. Machen Sie Schluss und räumen Sie die Geräte weg, die sie gebraucht haben. Halten Sie jetzt inne und freuen sich: Sie haben etwas geschafft! Sie haben ein Ziel erreicht, nämlich sich 30 Minuten lang sich um eine Sache gekümmert, die Sie sonst weiter vor sich hergeschoben hätten.

War das ein SMART-Ziel? Aber klar!
Spezifisch? Sie haben sich eine konkrete Aufgabe ausgesucht.
Messbar? Ja, Sie haben 30 Minuten gearbeitet.
Attraktiv? Okay, da habe ich Sie ausgetrickst, denn Sie haben das ja für mich getan. Aber ganz ehrlich: Hat es sich gut angefühlt?
Realistisch? Doch, das kann fast jeder.
Termin? Definitiv 30 Minuten, dann war es erreicht.

Ach, Sie sind noch nicht fertig? Kein Problem, morgen dürfen Sie wieder ran. Aber für heute ist es gut – Sie haben ihr Ziel erreicht. Denken Sie dran: Übung macht den Meister. Bleiben Sie dran und machen Sie die Eieruhr zu ihrem Freund. Sie werden staunen, wie viel sich in 30 Minuten erledigen lässt.

Und jetzt gibt’s noch eine kurze Klopfrunde gegen die Abneigung gegenüber Zielen:

HK: Auch wenn ich es hasse, mir Ziele zu setzen, weil ich die sowieso nie erreiche, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass ich mir bislang vielleicht die falschen Ziele ausgesucht habe.

Auch wenn ich Ziele einfach doof finde, weil die mich so unter Druck setzen, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass ich in Zukunft Ziele viel besser auswählen kann.

Auch wenn ich Ziele völlg bescheuert finde und für blödes Erfolgs-Gefasel halte, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass es sich gut anfühlt, ein Ziel zu erreichen, wenn das Ziel zu mir passt.

AI: Ich finde Ziele sooo dooof!
AA: Das ist so bescheuert, sich Ziele auszudenken.
UA: Die setzen mich nur unter Druck.
UN: Und am Ende bin ich total enttäuscht, weil ich sie doch nicht erreiche.
KP: Dieses Erfolgs-Gefasel geht mir auf den Geist.
SB: Bleib mir weg mit diese Zielen.
UA: Die machen keinen Spaß.
HG: Ich hab’s echt aufgegeben, Ziele zu haben.
Durchatmen!

AI: Aber vielleicht habe ich nur nie gelernt, Ziele richtig zu setzen?
AA: Das hat mir ja nie jemand gezeigt.
UA: In der Schule hieß es nur, gute Noten schreiben.
UN: Aber mir hat niemand gezeigt, wie das geht.
KP: Und wenn ich mir das gewünscht habe, hat’s auch nicht geklappt.
SB: Und da habe ich halt gelernt, dass es wehtut, Ziele zu haben.
UA: Aber vielleicht habe ich einfach etwas Falsches gelernt?
HG: Vielleicht habe ich einfach nie gelernt, richtig mit Zielen zu arbeiten.
Durchatmen!

AI: Es wäre ja schon schön, mal etwas zu schaffen.
AA: Mal was Schönes zu erreichen …
UA: das fühlt sich schon nett an.
UN: Und vielleicht klappt’s ja, wenn ich klein anfange.
KP: Dann verderbe ich es mir nicht gleich.
SB: So’n nettes kleines Ziel, das macht mir keine Angst.
UA: Und wenn es nur 30 Minuten Aufräumen ist.
HG: Das kriege ich hin.
Durchatmen!

AI: Ich erlaube mir, ein kleines Ziel zu haben
AA: und auszuprobieren, wie gut das klappt.
UA: Diese 30 Minuten hören sich ganz machbar an.
UN: Ich erlaube mir jetzt, das auszuprobieren.
KP: Und vielleicht morgen gleich noch mal!
SB: Ich erlaube mir, Miniziele zu haben.
UA: Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht schaffe!
HG: Und das fühlt sich richtig gut an!
Durchatmen!

Und? Was haben Sie sich ausgesucht? Hätten Sie gerne ein bisschen Rückmeldung dazu? Ich bin ja nur ein bisschen neugierig und würde mich über einen Kommentar sehr freuen.

Wenn Ihnen die Klopfpunkte nichts sagen, können Sie sich rechts an der Seite in’s Forumlar eintragen Sie bekommen dann eine Email mit Anweisungen, wie Sie das Ebook herunterladen können.

Bildquelle: F. Möbius

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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