Wachstum – Familienregeln

Familienregeln erklärt

Hört die Regeln

In einem Familiensystem gibt es für alles Regeln. Und natürlich auch darüber, wie weit und wie sehr wir wachsen dürfen, in jeglicher Hinsicht.

Ich hatte ja schon die Person erwähnt, die für zu dumm erklärt wurde, überhaupt die Schule zu beenden. Zum Glück konnten wir diese Regel auflösen.

Aber es gibt unendlich viele Regeln darüber, nicht „mehr“ zu sein als bestimmte andere Personen in der Familie.

Sei niemals reicher oder verdiene mehr Geld als der Vater.
Kein größeres Haus!
Werde nie etwas besseres als der Vater.
Sei nie schlauer als deine Mutter.
Bleib Realist (also nichts mit Spiritualität)!
Werde nie….

Es ist endlos und jede Familie hat ihre eigenen Variationen, mit denen sie die Familienmitglieder zum Zusammenhalt und „Gleichsein“ verdonnert.

(Natürlich gibt es auch Familien mit positiven Regeln, die Wachstum fördern. Aber dann haben die Mitglieder auch wenig Probleme und wäre auch nicht an diesem Artikel interessiert.)

Nun kommen diese Regeln nicht von ungefähr. Es gab Zeiten, da musste jemand den Familienbetrieb, den Hof oder das Kaufhaus übernehmen, und die anderen mussten mithelfen und sich unterordnen. Da konnte man keine Rebellen brauchen, weil sonst die ganze Familie und ihr Überleben in Frage gestellt war.

Das galt übrigens für alle Schichten, wie das Beispiel des englischen Königs Eduard VIII und seiner Abdankung zeigt. Er wurde 1936 dazu gezwungen, als er seine nicht-adelige und – Skandal!- geschiedene Freundin Wallis Simpson heiraten wollte. Er wurde damals nach der Hochzeit übrigens ins Exil geschickt und durfte Großbritannien nur noch mit einer Sondererlaubnis betreten – kann eine Familie ein Mitglied deutlicher abstrafen?

Zum Glück leben wir jetzt in etwas anderen Zeiten, und das Überleben einer Familie hängt nicht mehr so sehr davon ab, dass die einzelnen Mitglieder ihre Talente und Neigungen verleugnen und statt dessen das tun, was vielleicht seit Generationen üblich war.

Wir können uns entfalten, dazu lernen, studieren, andere Berufe ausüben und vielleicht auch ganz woanders leben. Und niemand muss deswegen darben oder sterben. Im Gegenteil, unser persönliches Wachstum kann sogar positiv für eine Familie sein.

Die Familienregeln „wissen“ das aber nicht. Niemand hat sie an das 21. Jahrhunder angepasst.

Und so wird es Zeit für ein Update, wenn Sie bemerken, dass Ihr Wachstum von einer oder mehreren solcher Regeln behindert wird. Mit EFT ist das gar nicht einmal schwer.

Auch wenn es Regeln in meiner Familie gibt, die mich am Wachsen hindern, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, diese Familienregeln neu zu definieren!

Auch wenn ich laut Familienregel keinen höheren Abschluss haben darf als mein Bruder, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich schreibe diese Familienregel jetzt um: Ab sofort darf jeder von uns genau den Abschluss und das Leben haben, den wir wollen!

Auch wenn ich schockiert darüber bin, welch fiese Familienregeln es bei uns gibt, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich entscheide jetzt, dass ab sofort jeder bei uns genau so wachsen darf wie er oder sie es will!

Sie sind dran:
Welche Familienregeln über Wachstum haben Sie für sich entdeckt?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Wie möchten Sie in Zukunft wachsen?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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