Vom Wächter zum Helfer

Kennen Sie das?
Sie möchten gerne etwas tun, aber in Ihnen kommt mächtiger Widerstand hoch. Es ist, als ob eine innere Stimme sagt: „Tu das nicht! Das ist gefährlich!“ Und dann lassen Sie es (was auch immer „es“ ist) lieber und essen statt dessen ein Eis, lesen ein Buch, oder spielen Solitaire am Computer.

Vielleicht ist diese innere Stimme nicht so deutlich. Aber immer wenn Sie spüren, dass  etwas Sie daran hindert, eine ganz bestimmte Sache zu tun, dann ist ein Wächer im Spiel. „Blöde Wächter!“, möchte man schreien und sie am liebsten verbannen. Das Leben wäre so viel einfacher ohne sie!

Doch die Wächter sind nicht böse. Sie sind – eigentlich – unsere Helfer. Sie haben sich gebildet, um uns zu schützen. Sie repräsentieren Glaubensätze und Warnungen. Mit Hilfe von EFT können wir diese Wächter wieder zu dem machen, was sie im innersten Kern sind: Unsere Helfer und Verbündete. Aber wie geht das?

Schritt 1: Den Wächter identifizieren

Klopfen Sie die Handkante, während Sie diese Schritte machen.

Nehmen Sie sich etwas vor, dem Sie normalerweise ausweichen, oder zu dem Sie sich zwingen müssen. Ehe Sie loslegen, hören Sie der inneren Stimme in sich zu. Sagen Sie: „Hallo lieber Wächter, danke, dass du so gut auf mich aufpasst. Was ist denn los?“

Möglicherweise bekommen Sie jetzt schon eine Antwort. Das kann ein Gefühl sein, ein Bild oder vielleicht auch ein Satz, der hochkommt. Nehmen Sie an, was da kommt. Wenn Sie gründlich sein wollen, schreiben Sie es auf.

Dann stellen Sie sich den Wächter bildlich vor. Wie sieht er aus? Ich habe ihn schon als Kobold oder Ritter erlebt, als Wesen mit Speer und Hellebarde. Für Sie wird er eine ganz eigene Gestalt annehmen. Lassen Sie es zu, denn so haben Sie eine Möglichkeit, mit ihm zu reden.

Fragen Sie ihn sanft aus. Was ist seine Funktion? Wovor soll er Sie schützen? Wann hat er den Job übernommen? Nehmen Sie auch diese Antworten genau so, wie sie kommen. Vielleicht wollen Sie die auch aufschreiben. Zum Schluss danken Sie dem Wächter dafür, dass es seine Aufgabe so gut erfüllt.

Schritt 2: Dem Wächter eine neue Aufgabe geben

Jetzt erklären Sie dem Wächter, dass es leider ein kleines Problem gibt: Sein Job passt nicht mehr zu Ihnen. Gehen Sie zurück zu dem Bild, dem Gefühl oder dem Satz, der hochgekommen ist, und machen Sie dem Wächter klar, dass das alles Vergangenheit ist. Inzwischen sind Sie gewachsen und brauchen jetzt andere Hilfe. Achten Sie auf den Gesichtsausdruck Ihres Wächters. Meistens schaut er jetzt traurig. Fragen Sie den Wächter, ob er bereit ist, einen neuen Job zu übernehmen.

In der Regel wird Ihr Wächter freudig zustimmen. Nun haben Sie die Chance, sich einen echten Helfer zu wünschen. Erklären Sie dem Wächter, was Sie von ihm wollen. Vielleicht brauchen Sie jemanden, der sie unterstützt und ihnen Mut macht. Oder Sie hätten gerne genau die richtige Inspiration, wenn Sie mit einer Aufgabe nicht weiterkommen. Ihrem Wächter ist es nur wichtig, dass er einen schönen, neuen Job bekommt.

Auch bei diesem Schritt gilt es, mit dem Wächter liebevoll zu reden. Schauen Sie, ob sich seine Figur in Ihrer Vorstellung verändert. Achten Sie auf sein Gesicht. Welche Gefühle drückt er aus? Daran können Sie sehen, ob der geplante Job passt. Wenn er noch nicht ganz glücklich ist, forschen Sie weiter und handeln Sie eine optimale Lösung aus.

Schritt 3: Klopfen Sie ihren Unglauben

Wenn der Wächter zufrieden schaut und für Sie zum Helfer geworden ist, dann ist jetzt eine kleine Klopfrunde sehr hilfreich. Klopfen Sie alles, was hochkommt, wenn Sie sich vorstellen, einen neuen, wunderbaren Helfer in sich gefunden zu haben.

Auch wenn ich noch gar nicht glauben kann, dass es jetzt so leicht gehen darf und dass ich meinen eigenen inneren Helfer habe, bin ich okay so wie ich bin und erlaube mir, mich daran zu gewöhnen.

Klopfen Sie einfach ein paar Runden mit den Sätzen und Ausdrücken, die hochkommen. Erlauben Sie sich dabei auch die Zeit, die Sie brauchen, um sich an die veränderte Situation zu gewöhnen.

Und dann nehmen Sie sich wieder vor, das zu tun, das Ihnen früher so schwer gefallen ist. Wahrscheinlich hat sich etwas verändert.

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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2 Kommentare zu Vom Wächter zum Helfer

  1. Marion Teuber sagt:

    Das ist klasse, liebe Frauke, vielen Dank!

  2. Freut mich, dass es dir gefällt.

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