Un-heimliche Erwartungen

Lokomotive

Lokomotivführer

Wissen Sie noch, was Sie als Kind werden wollten? Stewardess, Lokführer, Feuerwehrmann oder Lehrerin? Astronaut, Archäologin, Forscher, Dompteuse, Hochseilartistin oder, oder oder?

Und dann gab es da die Ratschläge der Eltern. „Lern ‚was Vernünftiges, dann kannst du immer davon leben.“ Und das Vernünftige war Sekretärin, Erzieherin, Verkäuferin, Fremdsprachenkorrespondentin, oder Reisekauffrau. Vielleicht eine Banklehre, oder Rechtsanwaltsgehilfin. Wir alle kennen diese Berufe, solide Berufe mit recht guten Aussichten auf Anstellung.

Und leider unendlich öde. Zumindest im Vergleich zu den Kinderträumen, oder?

Es gibt auch kaum Aufstiegs- oder Karrierechancen in diesen Berufen. Man lernt ihn, übt ihn aus und geht irgendwann in Rente. Frau arbeitet dazu noch meist halbtags und hat dann keine richtige Rente …

Warum machen wir das? Warum geben wir die Träume auf und machen etwas Vernünftiges – das am Ende gar nicht so vernünftig ist, wenn wir auf uns selbst hören würden.

Weil wir brave Kinder sind und im System Familie stecken. Wir beugen uns dem – vermeintlichem – Willen der Eltern und richten unser Berufs- und sonstiges Leben danach aus. Damit wir im System bleiben dürfen. Ganz unbewusst. Oft genug verwirklichen wir dabei sogar Kindheitsträume der Eltern. Es gibt reichlich Beispiele von Ärzten, Rechtsanwälten etc., die genau den Beruf ergriffen haben, den ihr Vater oder ihre Mutter gerne ausgeübt hätte, aber nicht konnte. Ich gehöre übrigens auch in diese Kategorie und kann zum Glück die Berufe Therapeutin und Lehrerin mit meiner Neigung zum Schreiben wunderbar verbinden. Das ist nicht immer der Fall.

Natürlich gibt es auch Menschen, die genau das Gegenteil machen. Das ist gut so. Hier geht es aber um die Erwartungen der Eltern und der Familie, die unser Leben oft genug unausgesprochen beeinflussen.

Graben Sie in Ihrer Erinnerung. Oder fragen Sie nach, wenn das noch geht. Schreiben Sie auf, wer in Ihrer Familie von Ihnen was erwartet oder auch nur erträumt hat. Sie werden überrascht sein. Manchmal widersprechen sich die Erwartungen auch massiv – dann kann es sein, dass Sie Schwierigkeiten haben, erfolgreich zu sein.

Zum Glück ist es möglich, sich von diesen Erwartungen zu lösen, sowie uns bewusst wird, was da unterschwellig läuft. Und dann können Sie sich ganz gezielt entscheiden, welchen Erwartungen Sie folgen wollen, und welche ganz einfach gar nicht zu Ihnen passen. Vielleicht entwickelt sich daraus ja ein ganz neuer Plan für die Zukunft.

Damit Sie sich von den Erwartungen Ihrer Familie lösen können, klopfen wir ein paar Runden.

HK: Auch wenn ich jetzt ganz verwirrt bin und nicht mehr weiß, was ich will, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass sich das in Ruhe klären darf.

Auch wenn ich immer gedacht habe, mein Job war meine eigene Entscheidung und ich bin selbst schuld, wenn er keinen Spaß macht, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass ich mir durchaus etwas anderes suchen darf.

Auch wenn ich brav dem gefolgt bin, was meine Eltern mir geraten habe, weil ich mich gar nicht entscheiden konnte, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass ich jetzt alt genug bin um herauszufinden, was mir wirklich Spaß macht.

AI: Ich bin da so reingerutscht in den Job.
AA: Oder vielleicht bin ich einfach den Vorstellungen meiner Eltern gefolgt.
UA: Ich konnte mich einfach nicht entscheiden.
UN: Und da habe ich gemacht, was nahe lag.
KP: Aber vielleicht bin ich in einem Job gelandet, der mir gar nicht gefällt.
SB: Vielleicht habe ich die Sicherheit weit über meine Neigungen gestellt.
UA: Und ich darf das immer noch selbst entscheiden.
HG: Ich kann mich für oder gegen meinen Job entscheiden.
Durchatmen!

AI: Aber jetzt wüsste ich schon gerne, warum ich gerade das mache, was ich mache.
AA: Und wenn ich mich in diesem Job gefangen fühle, dann wird es Zeit, etwas zu ändern.
UA: Ich erlaube mir jetzt, meine Neigungen zu erforschen, ganz in Ruhe.
UN: Ich erlaube mir jetzt auszuprobieren, was mir wirklich Spaß macht.
KP: Und so befreie ich mich von den Erwartungen.
SB: Schritt für Schritt. Ganz in Sicherheit. Ohne den Job gleich zu kündigen.
UA: Ich erlaube mir herauszufinden, wo meine Sehnsucht liegt.
HG: Ganz für mich, ganz in Ruhe.
Durchatmen!

AI: Ich entscheide mich jetzt, zu entdecken, wo meine Neigungen liegen.
AA: Ohne gleich mein ganzes Leben umzukrempeln.
UA: Ich erlaube mir das jetzt, mit Neugierde und Kinderfreude.
UN: Ich erkunde meine Traumberufe.
KP: Lokführer … Forscher … Archäologin.
SB: Und dann schaue ich, was mir wirklich Spaß macht!
UA: Und wie ich es in mein Leben einbauen kann.
HG: Schritt für Schritt, im optimalen Zeitraum.
Durchatmen!

AI: Ich gehe jetzt auf Entdeckerreise!
AA: Das fühlt sich aufregend an!
UA: Und gar nicht wie ein Job.
UN: Ich freue mich jetzt darauf, ganz viele Dinge auszuprobieren.
KP: Einfach so, aus Neugierde.
SB: Wie ein Kind.
UA: Und ich freue mich darauf, herauszufinden, was mir wirklich Spaß macht
HG: Und das mache ich dann auch, in der optimalen Art. Und das fühlt sich gut an.
Durchatmen!

Und? Was ist bei Ihnen rausgekommen? Lieben Sie Ihren jetzigen Beruf, oder träumen Sie von etwas anderem? Beides ist völlig okay!

Bildquelle: Frauke Möbius

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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