Ich sorge mich, also liebe ich dich

Sorgen

Sorgen

„Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon wieder da …“

Wer kennt das Lied noch? Und wer lächelt nicht bei dem Text, weil er oder sie genau diese Situation gut kennt? Wir alle machen uns Sorgen, mehr oder weniger ausgeprägt.

Ich kenne das Sorgenmachen durchaus, aus Beschreibungen und persönlich. Das sind dann oft Stunden, in denen die Gedanken vor allem um Dinge kreisen, die schief gehen könnten. Beliebt sind dabei auch die Nächte, in denen man eigentlich lieber schlafen will, aber das Hirn irgendwie nicht abschalten kann und stattdessen Katastrophen-Szenarien bietet.

Ich habe lange darüber nachgedacht, welche Funktion Sorgen tatsächlich haben. Im systemischen Denken gelten alle „Probleme“ als Lösungsversuche. Wie können Sorgen also ein Lösungsversuch sein?

Logisch klingt das nicht. Sorgen halten uns vom klaren Denken ab, sie treiben den Blutdruck in die Höhe und sie machen uns das Leben schwer. Was soll daran Gutes sein?

Sorgen sind aber auch ein Symbol der Anteilnahme, jedenfalls wenn sich die Sorgen um andere Menschen drehen. Sie „sorgen“ auch dafür, dass wir weniger Fehler machen – im schlimmsten Fall dadurch, dass wir gar nichts mehr tun. Und das Sorgen machen ist ungeheuer anstrengend und beschäftigt uns intensiv.

Auf diese Weise können uns Sorgen „schützen“. Sie gaukeln uns vor, dass wir ja etwas tun, uns nämlich geistig mit den Problemen beschäftigen, die wir mit uns herumtragen. Sie schützen uns vor unbedachten Taten. Und sie verhindern, dass wir Fehler machen.

Alternativ schützen sie uns vor Hilflosigkeit, wenn wir uns Sorgen um geliebte Menschen machen, denen wir aber nicht helfen können. So wird das Sorgenmachen zu einem Ausdruck von Anteilnahme und Liebe – und das kann sich schnell verselbständigen.

Leider, leider, ist der Lösungsversuch „Sorgen machen“ nur kurzfristig erfolgreich. Langfristig machen uns die Auswirkungen aber krank und verhindern sogar Lösungen. Wie wird man nun die alten Sorgen wieder los?

Dazu  daher lade ich Sie jetzt zu einer Klopfrunde ein:

HK: Auch wenn ich es mir irgendwann einmal angewöhnt habe, mir ständig Sorgen zu machen, weil sich das irgendwie gut anfühlte, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, mir das auch wieder abzugewöhnen.

Auch wenn ich gar nicht weiß, wie ich diese Sorgen loslassen soll, sie sind doch meine ständigen Begleiter und meine Art Arbeit, bin ich okay so wie ich bin.

Auch wenn mich ständig Sorgen plagen und ich deswegen gar nicht mehr schlafen kann, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass sich das ändern darf.

Vermutlich müssen Sie das ein bisschen üben. So eine alte Gewohnheit kämpft gerne mal um das Bleiberecht. Trotzdem möchte ich Sie ermutigen, Ihre Sorgen loszulassen und statt dessen die Gedanken auf Lösungen zu richten. Der Energieaufwand ist der gleiche – aber Sie werden sich damit besser fühlen.

*Bildquelle: F. Möbius

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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