Mitmenschen – Glaubenssätze

Bewertung

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Es gibt unendlich viele Glaubenssätze über unsere Mitmenschen, hilfreiche und schädliche. Manche sind sogar destruktiv.

Ich denke hier an Glaubenssätze, die es nahelegen, andere Menschen zu beurteilen, zu verurteilen und abzuwerten. Das geschieht keinesfalls selten, und bei weitem nicht nur, wenn eine Frau Kopftuch oder ein Mann einen langen Bart trägt, oder wenn die Hautfarbe vom europäischen Durchschnitt abweicht…

Oh, guck mal, diese verfilzten Haare sind ja schräg. Und die Hose, wie die runterhängt, das geht ja gar nicht. Und Sabine hat auch schon wieder einen Neuen, die springt echt durch alle Betten… und so weiter und so fort.

Ich kenne einige Menschen, die kaum etwas anderes machen, als über alle herzuziehen, mit denen er oder sie zu tun hat. Man kann sich dabei trefflich aufregen – und das ist das Wichtigste – ohne selbst wirklich betroffen zu sein.

Nun sind diese Menschen nicht böse. Sie meinen es auch nicht einmal böse. Sie haben nur eine Gedankengewohnheit angenommen, die ihnen hilft, sich besser zu fühlen, indem sie andere abwerten. Meistens geht es ihnen nicht gut, und meistens mögen sie sich selbst nicht besonders.

Ich ertappe mich auch manchmal noch dabei, andere zu bewerten, ganz besonders, wenn wieder mal jemand mit dem Fahrrad dicht an mir vorbeizischt, obwohl es einen Radweg gibt. Ich gebe mir dann Mühe, nicht den Menschen zu bewerten, sondern das Verhalten…

Meine Erfahrung ist es aber, dass es uns selbst viel besser geht, wenn wir dieses Bewertungsspiel sein lassen. Wenn wir uns erlauben, andere einfach so zu lassen, wie sie sind, und vielleicht sogar das Schöne an ihnen sehen.

Jeder Mensch hat auch etwas Schönes an sich. Jeder und jede.

Probieren Sie es einmal aus: Schauen Sie sich Ihre Mitmenschen an, und finden Sie etwas, das Ihnen an diesen Menschen gefällt.

Es können die Augen sein, das Haar, die Stimme, vielleicht eine hübsche Bluse oder ein witziges T-Shirt. Oder die Art, wie sie sich bewegen.

Und dann schauen Sie sich selbst im Spiegel an, und suchen Sie auch da etwas Schönes.

Das kann etwas Übung brauchen, denn wir sind das ja nicht gewohnt.

Aber es macht das Leben sehr viel friedlicher, wenn Sie von Abwertung auf positive Gedanken über Ihre Mitmenschen umschwenken. Und das Beste ist: Ihre Mitmenschen werden Sie auch anders behandeln.

Klingt verrückt, oder?

Aber es ist so. Wir haben ziemlich feine Antennen dafür, was andere Menschen über uns denken (und vielleicht sogar sagen). Und auch da fällt auf uns zurück, wie wir mit anderen umgehen, denn natürlich nehmen wir an, dass diese Menschen genauso handeln wie wir.

Wir bekommen, was wir erwarten.

Wie schön ist es dann doch, von anderen Menschen zu erwarten, dass sie uns positiv sehen und gerne an uns denken oder mit uns zusammen sind! Aber das passiert nur, wenn Sie auch diese Erwartung aussenden. Wenn Sie auch so über die anderen denken.

Und das könnte die Welt verändern. Wir müssen nur bei uns selbst anfangen.

Hier sind ein paar Klopfsätze dafür:

Auch wenn ich es von zuhause so gewohnt bin, über andere zu urteilen, das war bei uns so üblich, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich bin offen für die Möglichkeit, das komplett unzudrehen, und ab jetzt das Schöne zu sehen.

Auch wenn es sich irgendwie gut anfühlt, andere zu kritisieren, so aus der Ferne und ohne Konsequenzen, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, ganz genauso aus der Ferne, das Schöne zu sehen.

Auch wenn ich mir das angewöhnt habe, andere Menschen zu beurteilen und manchmal zu verurteilen, so ganz für mich, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, meine Sicht zu verändern und ab sofort das Schöne zu sehen.

Sie sind dran:
Kennen Sie dieses Bewertungsspiel?
Wie fühlt es sich an, wenn Sie über andere urteilen?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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