Mitmenschen – Erwartungen

freundliche Menschen

Freundliche Menschen

Wir leben ja ein einer ganzen Gesellschaft von Menschen, und die meisten von uns werden praktisch jeden Tag auf welche treffen, sei es bei der Arbeit, beim Einkaufen, oder die Nachbarn. Das kann nett sein, oder anstrengend und unangenehm.

Und wir haben natürlich Erwartungen an unsere Mitmenschen, die aus unserer Kindheit, unserer Familie und unseren Erlebnissen gespeist werden.

Doris lebt schon lange alleine, und sie macht sich keine Illusionen mehr. Die Welt ist eben einfach unfreundlich. Ihre Kollegen sind alle jünger, frech und unhöflich. Hilfe bekommt sie so gut wie nie angeboten, auch wenn es ihr langsam schwerfällt, die Einkäufe nach Hause zu tragen. Sie macht sich auch nicht mehr die Mühe, höflich zu sein, sie bekommt sowieso nur ein missmutiges Grummeln vom Nachbarn zurück.

Franziska lebt zwar auch recht zurückgezogen, aber sie hat ganz andere Erwartungen. Vor Jahren schon hat sie sich entschieden, dass sie von freundlichen Menschen umgeben ist – und so behandelt sie jeden, der ihr begegnet. An der Kasse im Supermarkt wird sie schon lange erkannt und gegrüßt. Bei der Arbeit hat sie für jeden ein Lächeln, egal ob Chef oder Hausmeister. Und jeder Verkäufer ist nett zu ihr.

Diese beiden Frauen sind ganz klar überzeichnet, denn sie sollen ja auch jeweils eine Einstellung charakterisieren. Aber es gibt tatsächlich Menschen wie Doris und Franziska. Wir alle kennen sie. Und natürlich treffen wir lieber auf Franziska.

Der einzige Unterschied zwischen beiden ist die innere Einstellung der beiden Frauen. Doris erwartet, schlecht behandelt zu werden, während Franziska sich angewöhnt hat, Menschen zunächst als freundlich und nett zu sehen und zu behandeln.

Und wir bekommen, was wir erwarten.

Hier ist der Fall auch besonders klar: Doris hat vermutlich eine eher unfreundliche, verschlossene Ausstrahlung, während Franziska Menschen gleich mit einem Lächeln für sich einnimmt. Kein Wunder, dass sie unterschiedlich behandelt werden.

Viel wichtiger ist aber, dass der unterschiedliche Umgang mit Menschen auch einen großen Einfluss auf die Gefühlswelt der beiden hat: Doris ist sicher oft traurig, einsam und schwermütig. Sie hat ja niemanden, mit dem sie sich nett unterhalten kann, und sie weiß auch nicht, wie sie jemals wieder Freunde finden wird. Denn ihre Mitmenschen sind ja allesamt unfreundlich und unangenehm.

Franziska ist viel entspannter und genießt ihr Leben viel mehr, weil sie sich keine Sorgen darum macht, wie sie durch’s Leben kommt. Sie kann sich darauf verlassen, dass sie Hilfe bekommt, wenn sie freundlich fragt.

Das Wichtige daran: Wir können uns jederzeit für eine Variante entscheiden.

Wir können unserer Erwartungen verändern – und dann auch andere Reaktionen unserer Mitmenschen bekommen. Probieren Sie es das nächste Mal, wenn sie etwas reklamieren oder umtauschen wollen. Versuchen Sie es im Baumarkt mit einer freundlichen Frage oder einem Lächeln. Vielleicht kommt es Ihnen wie Schauspielerei vor. Aber schauen Sie, was passiert und wie Sie sich dabei fühlen.

Hier ist sind ein paar Klopfsätze, um die Sache leichter zu machen:

Auch wenn ich im Leben gelernt habe, dass andere Menschen unfreundlich und knurrig sind, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, trotzdem selber freundlich zu sein.

Auch wenn ich schon lange nicht mehr an das Gute im Menschen glaube, bin ich okay so wie ich bin, und ich kann mich jetzt entscheiden, trotzdem freundlich zu sein.

Auch wenn ich selbst schon keine Lust mehr habe, auf Menschen zuzugehen, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, auszuprobieren, was Freundlichkeit bewirken kann.

Sie sind dran:
Wie geht es Ihnen mit ihren Mitmenschen?
Haben Sie gute Erfahrungen gemacht?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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