Ich krieg‘ das nicht gebacken

Stress

Stress

Kennen Sie das? Eigentlich gäbe es richtig viel zu tun, aber Sie machen etwas, was viel weniger dringend ist. Vielleicht lesen Sie Ihre zehnbändige Lieblingsserie noch einmal, schauen alle Folgen von Star Trek auf DVD, spielen stundenlang Solitaire, putzen ausgiebig die Wohnung oder bearbeiten die Fotos des letzten Jahresurlaubes. Vielleicht gehen Sie auch extra viel laufen oder shoppen.

Dabei müssten Sie einen Abgabetermin einhalten, einen wichtigen Brief schreiben oder ein Projekt vorantreiben, das Ihnen so richtig am Herzen liegt. Und Sie verstehen selbst nicht, was Sie treibt, davor zu flüchten.

Es ist Stress.

Stress? Dabei will ich diese Dinge doch tun und schaffe es nur einfach nicht!

Das liegt daran, dass der Stress von unbewussten Befürchtungen ausgelöst wird. Uralte Programme warnen uns davor, unsere „eigentliche“ Aufgabe anzugehen. Und sie drängen uns aus zwei Gründen in diese Fluchthandlungen: Erstens vermeiden wir damit die kaum verstandenen Ängste dahinter, zweitens verdrängen wir damit – zumindest für eine Zeit – das unangenehme Gefühl, dass da noch eine unerledigte Aufgabe wartet.

Das Ganze ist nicht logisch. Aber unser Unterbewusstsein funktioniert ja auch nicht logisch, sondern drückt sich durch ein Bündel von Gefühlen und Einfällen aus.  Und so vermeiden wir eine Aufgabe, die aus irgendeinem Grund bedrohlich erscheint, selbst wenn wir den Grund gar nicht benennen können.

Mit jedem Tag wächst der Stress aber leider, statt abzunehmen. Denn die Aufgabe verschwindet ja nicht einfach. Die Geschichte, die Abschlussarbeit oder der Brief müssen geschrieben werden.

Manche Menschen beißen dann die Zähne zusammen und ziehen die Sache durch. Mit noch mehr Stress, aber schließlich irgendwie erfolgreich. Und das nächste Mal wird die Sache mit Glück etwas leichter.

Andere weichen der Aufgabe endgültig aus. Brechen das Studium ab, verlassen ein Projekt, geben auf. Und das ist sehr, sehr schade, weil sie damit unter ihren Möglichkeiten bleiben. Und weil eine Gelegenheit verstreicht, alte Programme aufzulösen, die nur noch behinderlich sind.

Wir müssen es zum Glück nicht so weit kommen lassen. Denn es gibt ja EFT.

Mit den folgenden Klopfsätzen möchte ich Sie inspirieren, die Aufgabe anzugehen. Es reicht übrigens oft, wenn Sie sich pro Tag eine halbe Stunde oder Stunde dransetzen – mit einer Eieruhr zur Unterstützung. (Sie dürfen nach dem Klingeln weitermachen, müssen aber nicht.) Erlauben Sie sich das Gefühl, einen wichtigen Schritt geschafft zu haben, wenn die Eieruhr klingelt. Wiederholen Sie das jeden Tag, bis die Sache erledigt ist. Und klopfen Sie, wenn Sie merken, dass Sie wieder in die Flucht abgleiten.

Auch wenn ich mich einfach nicht an diese Sache dransetzen kann, bin ich okay so wie ich bin und ich erlaube mir, alle meine Gefühle zu spüren.

Auch wenn es mir soooo schwerfällt, diese Sache anzugehen, da mache ich lieber blöde Haus- oder Gartenarbeite, trotzdem bin ich okay so wie ich bin und bin offen für die Möglichkeit, dass die Aufgabe lösbar ist.

Auch wenn ich mich innerlich so dagegen sträube, diese Sache anzugehen – dabei weiß ich nicht einmal warum! – trotzdem bin ich okay so wie ich bin und ich erlaube mir jetzt, den Eieruhrtrick anzuwenden und die Aufgabe Schritt für Schritt zu lösen.

Was hat das bei Ihnen bewirkt? Haben Sie es geschafft, eine Sache anzugehen und tatsächlich durchzuziehen? Schreiben Sie einen Kommentar.

Bildquelle: F. Möbius

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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