Geld verdirbt den Charakter

Geld

Reichtum *

Hatten wir das nicht schon? Stimmt, aber es gibt eine ganz bestimmte Spielart von derartigen Glaubenssätzen, die viele Menschen mit einer sozialen Ader trifft. Geld nehmen für etwas, das Spaß macht? Geld nehmen dafür, dass man anderen Menschen hilft? Geld nehmen für etwas, das geradezu selbstverständlich ist?

Wenn ja, dann bitte nur so viel, wie man gerade zum Überleben braucht. Mit einer Gabe reich zu werden, das ist ja einfach unverschämt. Das gilt für Heiler, Künstler, Musiker und viele andere mehr, die oft genug den Wert ihrer Arbeit unterbewerten. Wir arbeiten im Dienst für den Menschen, und oft genug herrscht immer noch die Vorstellung Gottes Lohn sei genug. (Übrigens werden insbesondere Frauen in Dienstleistungsberufen wie Erzieherinnen und Krankenschwestern ausgesprochen schlecht bezahlt. Nur so als Anmerkung.)

Dazu kommt die Scham. Der barmherzige Samariter hat ja auch keinen Lohn verlangt, er hat ganz selbstverständlich geholfen. Und das machen Ehrenamtler heute noch – und das ist gut so. Aber wenn wir Heiler, Künstler oder Musiker von unserer Kunst leben wollen, müssen wir Geld nehmen. Es ist nur nicht immer leicht, den Wert unserer Arbeit wirklich einzuschätzen.

Konkret möchte ich gerne dazu einen Fall erzählen: Vor einiger Zeit kam eine Frau zu mir, die eine schlimme Krankheit durchgemacht hatte. Sie hatte lange und intensiv daran gearbeitet, wieder dort zu sein, wo sie vorher war, und das auch erreicht. Doch dann kamen Panikanfälle und Schwindelattacken. Das Erlebte forderte seinen Preis.

Wir haben in fünf Stunden das Meiste aufgearbeitet. Panikattacken und Schwindelanfälle blieben weitestgehend aus, und wenn sie noch einmal auftraten, konnte meine Klientin dank EFT damit gut umgehen.

Fazit: Nach einer Invesition, die noch unter dem Preis für eine Woche Pauschalurlaub liegt, haben sich Lebensqualität und Lebensfreude eines Menschen dauerhaft gebessert.

Was ist mehr wert? Eine Woche Strandurlaub mit ständigem Buffet, oder eine Veränderung der Lebensqualität?

Und daher möchte ich euch alle, die ihr das hier lest, darum bitten, über den Wert von Dingen nachzudenken. Wie viel sind Dienstleistungen, wie viel sind Produkte wirklich wert? Und wenn ihr diese anbietet, was für Werte gebt ihr euren Kunden? Ich bin der Meinung, dass Gesundheit, Freude, Zufriedenheit und vielleicht sogar Glück sehr viel wert sind. Und verdirbt es wirklich den Charakter, wenn ihr euch diesen echten Wert angemessen vergüten lasst?

Ich habe meine Preise letztes Jahr angehoben und denke inzwischen über völlig andere Modelle nach, wie ich Therapie und Coaching anbieten möchte. Selbst der traditionelle Weg von Therapiestunde gegen Geld ist dabei nicht unantastbar.

Falls euch jetzt immer noch Gedanken über Spiritualität und kein Geld nehmen dürfen etc. im Kopf herumspuken, werden wir eben klopfen.

HK: Auch wenn ich Schwierigkeiten damit habe, wirklich Geld für das zu nehmen, was ich leiste, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass das, was ich leiste, wirklich viel Geld wert ist.

Auch wenn ich gelernt habe, dass Reichsein den Charakter verdirbt und ich definitiv kein geildgeiler Heiler, Künstler oder [ … einsetzen] sein will, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass ich trotzdem ein angenehmes Leben haben darf.

Auch wenn Geld stinkt (oder nicht?) und es mich verderben könnte, wenn ich mich an ein angenehmes Leben gewöhne, bin ich okay so wie ich bin und erlaube mir, das Leben zu genießen und gut für mich zu sorgen.

AI: Geld verdirbt den Charakter.
AA: Das sieht man immer wieder.
UA: Guck sie dir doch an, diese Leute auf den Zeitschriften.
UN: Sie werden reich und fangen an zu spinnen.
KP: Ein Skandal nach dem anderen.
SB: Geld verdirbt den Charakter.
UA: Das habe ich schon früh zu Hause gelernt.
HG: Da bleibe ich lieber auf dem Teppich und komme gerade so klar.
Durchatmen!

AI: Außerdem ist es so schwer, von meinen Kunden Geld zu nehmen.
AA: Ich schäme mich immer, Geld nehmen zu müssen.
UA: Aber von irgendetwas muss ich ja leben.
UN: Und weil ich mich so schäme, lebe ich lieber bescheiden.
KP: Bloß kein Protz!
SB: Das wäre unbescheiden.
UA: Das wäre nicht angemessen.
HG: Es reicht doch, wenn ich einigermaßen über die Runden komme.
Durchatmen!

AI: Aber ich kann mich nur dann gut um andere kümmern, wenn es mir gut geht.
AA: Und das heißt auch, keine Geldsorgen zu haben.
UA: Das heißt, schön zu wohnen
UN: und gutes Essen zu haben.
KP: Ich darf mich gut um mich kümmern, damit ich mich gut um andere kümmern kann.
SB: Und das hat gar nichts mit Protz zu tun.
UA: Es darf mir gut gehen. Auch wenn ich noch nicht alle Menschen geheilt oder glücklich gemacht habe.
HG: Ich erlaube mir, dass es mir gut gehen darf.
Durchatmen!

AI: Ich erlaube mir, so viel Geld für meine Arbeit zu nehmen, dass es mir gut geht!
AA: Denn das habe ich verdient.
UA: Ich darf gutes Essen, ein schönes Zuhause und alle Dinge haben, die ich gerne haben möchte.
UN: Es darf mir gut gehen.
KP: Denn ich helfe vielen Menschen dabei, sich gut zu fühlen.
SB: Dann darf ich das auch.
UA: Und ich erlaube mir, mich mit Dingen zu umgeben, die mir gut tun.
HG: Ich erlaube mir, genug Geld zu verdienen, damit es mir gut geht. Und das fühlt sich gut an.
Durchatmen!

Ich hoffe, das hilft. Es darf uns allen nämlich gut gehen.

* Bild von dan / FreeDigitalPhotos.net

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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4 Kommentare zu Geld verdirbt den Charakter

  1. Andrea sagt:

    Hallo Frauke,

    Du hast es auf den Punkt gebracht! Vielen Dank!
    Ich freue mich immer auf Deinen Blog am Mittwoch.
    Auch hierfür noch einen herzlichen Dank.

    Liebe Grüße
    Andrea

  2. Andrea sagt:

    Liebe Frauke, vielen Dank für deinen Artikel. Ich unterstütze Menschen darin, sich wieder mit ihrem Herzen zu verbinden und ihre wahre Passion, Mission und Vision für ihr Leben zu finden. Dies ist mein Herzblut und ich weiss den Wert sehr klar zu sehen. Ich denke es geht darum zu schauen, was der Mensch im Moment braucht und wie wir ihn zu seinem höchsten Wohl begleiten können. Oftmals erlebe ich, dass das geld ein Thema ist, diese Schritte nicht zu tun. Dann gilt es, den Menschen zu zeigen, was es bedeutet nicht in sich zu investieren. Wie viel Kosten das verursacht auf eine längerfristige Distanz. Doch in meiner Praxis ist es so, dass die Menschen den Geldeinwand überwinden, wenn sie klar erkennen, was der wahre Wert dahinter ist. Ich gehe dabei aber sanft um, denn der Mensch „muss“ auch bereit sein. Herzlichst, Andrea

    • Liebe Andrea,
      ja, Geld ist ein immenses Thema, das auch viele Gefühle und Ängste hervorruft. Witzigerweise ist eben auch das „zuviel“ Geld haben ein Thema, die Angst, dass Geld eben den Charakter verdirbt. Ich glaube eher, dass es den vorhanden Charakter deutlicher zeigt.

      Und du hast natürlich recht, es ist so wichtig, in sich selbst zu investieren. Ich lerne das auch gerade, und bin wirklich froh, mir letztes Jahr einen Ruck gegeben zu haben, und nun tatsächlich Geld für mein eigenes inneres Wachstum auszugeben. Es ist es wirklich wert.

      Liebe Grüße in die Schweiz!
      – Frauke

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