Geld – Erwartungen

Geld

Geld

Geld ist ein riesiges Thema. Es berührt natürlich auch Dinge wie Einkommen, Reichtum, etc, aber für diese Miniserie möchte ich trotzdem einfach nur über Geld als solches reden. Und selbst das ist schon viel.

Eine der wichtigsten Erwartungen an Geld ist, wie viel wir davon eigentlich haben können. Wir lernen das zunächst zu Hause, aber meistens eher auf eine abstrakte Weise, denn unser Eltern sagen uns selten, wie viel Geld sie wirklich haben.

Wir wissen aber sehr genau, was geht: Ein Fahrrad, ein Computer oder eben nur eine neue Bluse und ein Buch zu Weihnachten oder Geburtstag sind schon deutliche Zeichen. Und so entwickeln wir eine Erwartung an die Menge von Geld, die uns zur Verfügung steht.

Hier erzähle ich wieder zwei Geschichten, die aber von der Wirklichkeit nicht weit entfernt sind:

Karl erwartet, immer eine gewisse Menge an Schulden zu haben. Und immer wenn er plötzlich zu Geld kommt, zahlt er damit nicht etwa seine Schulden ab. Nein, er gibt es sofort für etwas Schönes aus – das bekommt er ja so selten! – und damit bleibt seine Gelderwartung auf dem selben Stand: Er hat immer ungefähr 1.000,- Euro Miese. Und wenn er ganz viel Pech hat, dann geht sein Auto kaputt wenn er gerade doch voller Disziplin seine Schulden abbezahlt hat, er muss sein mühsam erspartes Geld für die Reparatur opfern und ist dann wieder bei seinem Normalstand von 1,000 unter Null.

Ganz anders Regina. Sie erwartet, dass ihr Konto regelmäßig „überläuft“. Immer, wenn mehr als 2.000,- Euro auf dem Konto sind, überweist sie die Hälfte an ein Tagesgeldkonto. Und wenn sich dort eine hübsche Summe angesammelt hat, dann gönnt sie sich mal etwas. Oder investiert behutsam. So hat sie sich schon in eine Genossenschaft eingekauft und arbeitet daran, eine kleine Wohnung für das Alter zu erwerben.

Und das Spannende dabei?

Es ist gut möglich, dass beide dasselbe Einkommen haben.

Regina geht es gut dabei, sie braucht keine Hilfe. Aber Karl leidet unter seiner Erwartung. Er findet es furchtbar, Schulden zu haben. Und wenn er für sich Geld ausgibt, dann nennt er es „Leben“, aber er fühlt sich trotzdem schuldig. Und ist gleichzeitig erleichtert, wenn der „Überschuss“ weg ist, weil sich seine Schulden so normal und richtig anfühlen.

Wenn Karl mein Klient wäre, würde ich mit ihm an dieser Erwartung arbeiten, und versuchen, die Menge Geld zu erhöhen, mit der er gut leben kann. Wir würden nachschauen, ob es Erlebnisse gibt, die ihn gelehrt haben, Geld auf keinen Fall zu sparen, und diese bearbeiten. (Da gibt es viele Möglichkeiten, bis hin zum Familiensystem.) Denn es gibt immer einen logischen Grund für derartiges Verhalten.

Hier sind Klopfvorschläge, wie auch Sie Ihre Erwartungen an einen gewissen „Geldzustand“ verändern können:

Auch wenn ich einen „Normalstand“ bei Geld habe und irgendwie davon nicht wegkomme, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, diesen Normalstand auf [Zahl] zu erhöhen.

Auch wenn ich mich unwohl fühle, wenn mein Erspartes [Zahl] übersteigt, bin ich okay so wie ich bin, und ich gebe mir jetzt die Erlaubnis, alles loszulassen, was mich daran hindert, mehr als [Zahl] zu haben.

Auch wenn ich zu Hause gelernt habe, dass es nicht okay ist, mehr als [Zahl] zu haben, und ich ganz schnell dafür sorge, jeden Überschuss loszuwerden, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, diese Menge sanft und behutsam zu erhöhen, jeden Monat ein bisschen.

Sie sind dran:
Was ist ihr Traumniveau bei Geld?
Wie fühlt es sich an, so viel Geld zu haben?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Wie möchten Sie sich in Zukunft fühlen?

Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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