Gefühlsbarometer – Glaubenssätze

Spannungsnetz der Gefühle

Spannungsnetz der Gefühle

Unsere Gefühlslage ändert sich ständig.

Wenn es draußen regnet, kalt und dunkel ist, dann sind wir vielleicht weniger fröhlich. Nach einer schlechten Nachricht vielleicht traurig. Über einen Erfolg freuen wir us, und manchmal sind wir auch ohne Grund einfach richtig glücklich.

Anders als bei einem echten Barometer und dem Luftdruck, gibt es bei Gefühlen eine Art Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen. Und zum Glück sind Gefühle veränderlich.

Trotzdem hat jeder von uns sozusagen ein „Normal-Null“, auf dem wir uns befinden, wenn uns gerade nichts beeinflusst. Und das ist bei jedem Menschen anders.

Man kann sich das Spannungsfeld der Gefühle wie ein unregelmäßiges Spinnennetz vorstellen, mit den extremen Gefühlsausschlägen jeweils in den Ecken. Das Normal-Null könnte dann mehr oder weniger in der Mitte liegen.

Nur ist das ganz selten so.

Wir haben oft ein Normal-Null, das durchaus in einem Gefühl liegt. Hier sind zwei – natürlich konstruierte – Beispiele:

Peter ist ein Gemütsmensch. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe und er wirkt fast immer entspannt und zufrieden. Selbst wenn er sich einmal ärgert, findet er schnell wieder zu seiner Mitte zurück und entspannt sich.

Martin dagegen wirkt immer etwas angespannt und gereizt. Viele Kollegen gehen vorsichtig mit ihm um, denn er wird schnell wütend und unangenehm. Nur ganz selten einmal sieht man ihn lächeln oder gar lachen.

Wie immer sind dies extreme Beispiele, und wenn Martin mein Klient wäre, dann würde ich mit ihm herausfinden, was denn diesen Grundärger bei ihm auslöst. Aber darum geht es heute nicht.

Es ist nämlich auch möglich, das Gefühls-Normal-Null zu verändern, ohne dass man genau weiß, was dahintersteckt. Und manchmal steckt auch nur Gewohnheit dahinter, oder ein Glaubenssatz über die Welt.

Vielleicht glaubt Peter einfach, dass die Welt ein guter Ort ist, wo man sich entspannen kann, während Martin davon überzeugt ist, dass ihm alle etwas Böses wollen.

Und das kann man natürlich klopfen.

Auch wenn ich mich daran gewöhnt habe, vorsorglich schon etwas grummelig zu sein, denn die Welt da draußen ist einfach nicht nett, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich gebe mir jetzt die Erlaubnis, mich zufriedener und sicherer zu fühlen.

Auch wenn ich meistens etwas traurig bin, wir leben ja in einer traurigen Welt, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir ab sofort, jeden Tag etwas Schönes zu finden und mein Gefühls-Normal-Null ein wenig anzuheben und fröhlicher zu sein.

Auch wenn ich glaube, dass es Grund gibt, ängstlich zu sein, diese Welt ist eben gefährlich, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, Räume zu finden, in denen ich mich sicher fühlen kann.

PS: Sollten Sie sich ständig traurig und antriebslos fühlen, dann spreche Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber. Sie dürfen aber trotzdem klopfen.

Sie sind dran:
Was ist Ihr Normal-Null?
Wie fühlen Sie sich meistens?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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