Gefühlsbarometer – Familiensystem

Gefühlsbarometer

Gefühlsbarometer

Normalerweise erlernen wir unser persönliches Gefühls-Normal-Null in unserer Familie. Es gibt da eine gewisse Bandbreite, aber eine Familie hat in der Regel ein eher einheitliches Gefühlsempfinden.

Das liegt daran, dass Kinder, solange sie klein sind, ganz unbeschwert alles von ihren Eltern annehmen, und davon ausgehen, dass die eigene Familie „normal“ ist. Und oft genug funktioniert das auch einigermaßen.

Schwierig wird das, wenn es in einer Familie zu großen Problemen kommt, und das Gefühls-Normal-Null sozusagen verschoben ist. Das kann in Richtung zu viel Angst, viel Wut oder auch viel Traurigkeit gehen, und das ist eher nicht hilfreich.

Wenn wir aber versuchen, unser Normal-Null zu verändern, weil wir mit dem Zustand unzufrieden sind, dann kommt ein zweites Problem dazu:

Die Loyalität zur Familie oder zumindest einem Elternteil.

Es ist nämlich durchaus eine Möglichkeit, Loyalität und Verbundenheit auszudrücken, indem man dasselbe Normal-Null behält.

Auf diese Weise erklärt sich vielleicht – neben einer genetischen Anfälligkeit – die „Vererbung“ von Depressionen, aber auch Zornigkeit oder Panikanfällen innerhalb eines Familiensystems.

Die wichtigste Frage ist natürlich: Wie kommt man da raus?

Ich versuche in solchen Fällen mit meinen Klienten, die Art wie sie ihre Loyalität zur Familie ausdrücken grundlegend zu verändern. Denn wenn die Familienzugehörigkeit nicht mehr über das Gefühls-Normal-Null ausgedrückt werden muss, dann kann und darf es sich ja auch verändern.

Wir schauen dann gezielt nach anderen Möglichkeiten, eine Verbindung zur Familie zu behalten. Das kann ein bestimmtes Hobby oder Interesse sein, aber manchmal reicht es sogar schon, ein oder zwei Fotos aufzuhängen. Klingt banal, oder?

Dazu kommt dann aber die Klopfarbeit, mit deren Hilfe der alte Glaubenssatz gelöscht wird, dass nur ein ähnliches Gefühlsleben signalisiert, dass wir Teil der Familie sind.

Und dann ist das Gefühls-Normal-Null durchaus veränderbar. Dann dürfen wir glücklicher oder zufriedener sein als der Rest der Familie und trotzdem weiter dazugehören. Und das beste ist: Wir geben auch ein anderes Grundgefühl an unsere Kinder weiter.

Hier sind ein paar Klopfsätze dafür:

Auch wenn ich gelernt habe, dass meine Gefühle genau richtig sind, weil wir uns alle in der Familie so fühlen, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, mich ab sofort anders zu fühlen und trotzdem Teil der Familie zu bleiben.

Auch wenn ich mein Gefühls-Normal-Null an meine Familie angepasst habe, und das vielleicht ein Zeichen meiner Loyalität ist, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, diese Loyalität anders auszudrücken und mir ein besseres Gefühls-Normal-Null zu erlauben.

Auch wenn mein Grundgefühl dem meiner Familie entspricht und mich das inzwischen wirklich stört, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt dafür, mein Gefühl zu verändern und einen anderen Weg zu finden, meine Zugehörigkeit auszudrücken.

Sie sind dran:
Welche Gefühle sind in Ihrer Familie normal?
Wie fühlen Sie sich meistens?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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