Gefühlsbarometer – Erwartungen

Glücklich?

Glücklich?

Natürlich haben wir jede Menge Erwartungen an unsere Gefühle.

Sie sollen möglichst positiv sein. Wir wollen jeden Tag voller Freude beginnen, so wie es die Werbung für Frühstückmüslis oder Kaffee suggeriert. Voller Energie und mit einem Lächeln – also mit genauso viel Freude – meistern wir anschließend unseren Arbeitstag.

Einkaufen und Haushalt machen dann genauso viel Freude, und abends verbringen wir glückliche Familienzeit mit den Kindern, den Großeltern und vielleicht noch dem Fernseher.

Sind Sie jetzt völlig erschöpft?

Genau. So viel Freude und Glück geht gar nicht.

Aber seien Sie mal ehrlich: Die Erwartung, dass ein guter Tag voller Freude, Glück oder zumindest Zufriedenheit zu sein hat – die wird in den Medien, in Büchern und in unserer Gesellschaft gerne aufrecht erhalten. Und wir sollen uns im Zweifelsfall diese Gefühle „kaufen“.

Die Realität sieht anders aus, und das wissen Sie genauso wie ich.

Wir erwarten meistens einen normalen Tag. Und normale Gefühle. Ein bisschen Freude vielleicht, aber auch Langeweile, Ärger, Stress und ab und an auch etwas Traurigkeit. Und das bekommen wir dann auch in der Regel.

Leider entspricht das eben nicht den Erwartungen, die von außen an uns herangetragen werden.

Und so tun wir eben so als ob, denn wer will schon als Spaßbremse dastehen?

Und ignorieren unsere wirklichen Gefühle.

Und das kostet richtig viel Kraft.

Viel besser ist es, authentisch zu sein. Zu unseren Gefühlen zu stehen, sie auch zu spüren – und sie loszulassen, wenn ihre Zeit vorbei ist.

Natürlich heißt das jetzt nicht, dass Sie ab sofort Ihre Kollegen anschreien sollen.

Aber Sie sollten die Wut zulassen, wenn sie schon einmal da ist, und dann dahinter schauen.

Denn unsere Gefühle sind wichtige Signale an uns. Sie zeigen uns, wenn etwas gut läuft, oder wenn etwas nicht gut läuft. Ob etwas gut für uns ist oder nicht.

Solange wir nur den Erwartungen folgen und so tun als ob, setzen wir unser eigenes Signalsystem außer Kraft.

Besser ist es, eine Balance zu finden, zwischen den eigenen Gefühlen und den Erwartungen der Welt da draußen. Und je näher Sie bei sich sein können, desto besser.

Und das kann man klopfen.

Auch wenn ich gelernt habe, meine Gefühle zu verstecken und nach außen fröhlich zu sein, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, genauer hinzuspüren und anzunehmen was ich wirklich fühle.

Auch wenn es totale Gewohnheit ist, nach außen hin fröhlich zu sein, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, meine Gefühle ehrlich zuzulassen und ich selbst zu sein.

Auch wenn es mir schwerfällt, nicht den Erwartungen zu entsprechen und auch mal nicht fröhlich zu sein, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, meine Gefühle zu würdigen und fließen zu lassen.

Sie sind dran:
Welche Gefühle erwarten Sie von sich selbst?
Wie fühlen Sie sich meistens?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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