Freude – Familienlast

Schicksal

Schicksal

Manchmal werden schlimme Erfahrungen oder Schicksale in einer Familie weitergegeben – genauer gesagt, nicht die Erfahrung selbst, aber die Last und das daraus resultierende Muster. Und das kann einen großen Einfluss auf Freude bzw. das Nicht-Freuen haben.

Mir ist die Vorstellung inzwischen sehr vertraut, was es etwas schwieriger macht, sie einfach verständlich zu erklären.

Hier ist daher ein erfundenes Beispiel:

Hildegard hat im Zweiten Weltkrieg Schreckliches erlebt, aber nie darüber gesprochen, wie so viele Menschen ihrer Generation. Sie lebte ihr Leben völlig normal weiter, mit Mann und Kindern, einem kleinen Häuschen… und doch konnte sie sich nie so ganz unbeschwert freuen.

Ihrer Tochter Sabine ging es ganz ähnlich, auch sie empfand große Freude als befremdlich und ging diesem Gefühl aus dem Weg. Nicht einmal die Geburt ihrer Kinder machte da eine Ausnahme. Auch sie lebte ihr Leben wie die Mehrzahl der Deutschen, mit einer Halbtagsstelle, zwei Kindern und ihrem Mann in einer Eigentumswohnung.

Anette, wiederum, die erstgeborene Tochter von Sabine, wunderte sich nach ihrem Universitätsabschluss, warum sie nicht glücklich sein konnte. Warum war ihr große Freude verschlossen? Alle ihre Freundinnen feierten den Magister mit einer großen Party, doch sie konnte sich einfach nicht wirklich freuen.

Und Anette ging der Sache auf den Grund und machte eine Aufstellung. Es kam heraus, dass sowohl ihre Mutter Sabine als auch sie selbst Anteile des schweren Schicksals von Hildegard getragen hatten und dass deshalb das Gefühl von großer Freude für sie kaum möglich war.

Wie kann so etwas geschehen?

Wir machen das als Kinder ganz unbewusst, um unseren geliebten Eltern zu helfen. Wir übernehmen auf der energetischen Ebene einen Teil der Last und damit oft auch bestimmte Muster, die mit der Last verbunden sind. Das Problem ist natürlich, dass wir das gar nicht bewusst wissen, und daher auch nicht verändern können. (Und natürlich gilt das nicht für jeden.)

Aber die Muster sind ein deutliches Zeichen.

Wenn sich jemand nicht freuen kann, obwohl objektiv gar kein Grund zu Sorge besteht. Oder wenn jemand immer wieder Erfolge sabotiert. Wenn Beziehungen immer wieder scheitern. Und wenn Gefühle irgendwie blockiert sind – dann kann so eine Schicksalslast vorliegen.

Dann lohnt sich das genaue Hinsehen, und manchmal auch eine gezielte Frage.

Anette konnte ihre Großmutter nicht mehr fragen, und selbst wenn, hätte Hildegard vermutlich jegliche Auskunft verweigert. In solchen Fällen sind Aufstellungen eine gute Möglichkeit, das Muster zu hinterfragen und mögliche Ursachen aufzuzeigen.

Details sind gar nicht wichtig.

Wir müssen gar nicht wissen, was Hildegard im Detail passiert ist. Wir müssen nicht Teil von ihrem Schicksal werden, wir müssen das Trauma nicht nach-erleben. Wir müssen nur wissen, dass es existiert hat.

Sowie deutlich wird, dass wir eine alte Schicksalslast tragen, kann sie zurückgegegeben werden. Diese Last sollte sogar zurückgegeben werden, denn energetisch gehört sie zu Hildegard und muss von ihr verarbeitet werden. (Ja, das geht, auch wenn Hildegard nicht mehr lebt.)

Wenn Sie den Verdacht haben, auch so eine Last mit sich herumzuschleppen, möchte ich Sie ermutigen, mit jemandem darüber zu sprechen, der oder die sich mit Familiensystemen auskennt.

Manchmal reicht aber auch EFT.

Ich möchte Ihnen hier die üblichen Klopfsätze anbieten, aber weil das Thema nicht ganz so locker läuft wie manche anderen hier im Blog, möchte ich es Ihnen leicht machen, mit mir Kontakt aufzunehmen, wenn Sie sich Hilfe wünschen. (Impressum/Kontakt)

Auch wenn ich vielleicht eine alte Familienlast trage und mich deswegen nicht wirklich freuen kann, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, diese Last dahin zurückzugeben, wo sie hingehört.

Auch wenn ich dieses alte Schicksal mit mir herumschleppe und mich deswegen nur selten freuen kann, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, diese alte Last zurückzugeben und mich davon zu befreien, damit ich mich endlich richtig freuen kann.

Auch wenn ich aus großer Liebe diese alte Last mitgetragen habe, und mich deswegen nur selten richtig freuen konnte, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, diese Last mit Liebe dorthin zu schicken, wo sie hingehört, damit jetzt Heilung geschehen kann.

Sie sind dran:
Wie fühlt sich dieses Thema für Sie an?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?
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Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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