Freude – Erlauben

Freudefunken

Freudefunken

Natürlich fühlt sich Freude gut an. Und natürlich freuen wir uns gerne.

Und trotzdem kann es sein, dass wir uns selbst die Freude verbieten.

Dafür gibt es gute Gründe.

Es passiert nämlich immer wieder, dass große Freude in große Enttäuschung umschlägt.

Mir ist zum Beispiel Folgendes passiert – und dann wurde es für eine Weile viel schwerer, mich einfach zu freuen:

Ich habe als knapp-Teenager einmal an einem Tischtennisturnier teilgenommen. Mit viel Anstrengung, Kampfgeist und Willenskraft habe ich mich ins Endspiel gekämpft, und schließlich am Ende des langen Tages tatsächlich gewonnen. Die Freude war riesig.

Bis zu dem Moment, als herauskam, dass mich mein Vater in der falschen Altersklasse angemeldet hatte, und mein Sieg somit ungültig war.

Alles umsonst.

Die Freude war natürlich wie weggeblasen.

Nach solchen Erlebnissen ist die Freude häufig weniger intensiv, weil die Angst vor Enttäuschung sofort mitschwingt. Man freut sich sozusagen gedämpft, vorsichtig und immer auf der Hut vor dem bösen Erwachen.

Sie kennen sicherlich auch ähnliche Erlebnisse. Das Ergebnis ist in der Regel dasselbe:

Wir erlauben uns keine echte, unbeschwerte Freude mehr.

Und das Leben wird schwerer, langweiliger und eben freudloser.

Nach einer Serie von solchen Erlebnissen sind wir dann ganz besonders vorsichtig. Ich kenne Menschen, die erwarten grundsätzlich das Schlimmste – damit sie nicht enttäuscht werden können.

Angst vor Enttäuschung kann Freude verhindern.

Wenn wir uns nun ganz bewusst entscheiden, dass wir uns wieder mehr freuen wollen, dann müssen wir uns mit dieser Angst vor Enttäuschung beschäftigen. Wir müssen sie loslassen, oder zumindest kleiner werden lassen, damit die Freude wieder durchdringen kann.

Damit wir uns trotzdem freuen können.

Einfach so. Über das was gerade schön ist. Über einfache Dinge, aber auch über große Erfolge.

Wenn wir wieder Freude zulassen – selbst wenn sie vielleicht nicht lange anhalten darf oder kann. Aber es ist so wichtig, sie einfach wieder zu spüren.

Diese kleinen Funken von Freude sind so wichtig.

Diese Funken können übrigens jeden Tag ein kleines bisschen mehr werden, ein kleines bisschen wachsen – bis sich Ihr Leben verändert. Ich bin sicher, das ist ein lohnendes Ziel.

Und als Startpunkt dafür habe ich natürlich wieder Klopfsätze für Sie:

Auch wenn ich Angst habe, wirklich Freude zu spüren, weil ich so oft enttäuscht worden bin, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, Freude an ganz kleinen Dingen zu üben.

Auch wenn es mir so schwerfällt, mich auf Freude einzulassen, weil es so wehgetan hat, enttäuscht zu werden, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, das Gefühl von Freude wieder zu üben – an kleinen Dingen, so dass es ohne Angst geht.

Auch wenn ich mir verboten habe, wirklich Freude zu empfinden, weil der Schmerz der Enttäuschung einfach zu heftig war, bin ich trotzdem okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, diese alte Enttäuschung loszulassen, und nach und nach wieder zu lernen, Freude zu empfinden.

Sie sind dran:
Haben Sie sich selbst verboten, Freude zu spüren?
Kennen Sie vielleicht sogar den Grund dafür?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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