Familienregeln – Womit darf man Geld verdienen?

Blumenstrauß

Blumenkreation

Sie ahnen es ja schon: Auch dazu gibt es natürlich Regeln. Jede Menge Regeln.

Heute habe ich mir eine Geschichte ausgedacht, um die Macht dieser Regeln zu verdeutlichen. Vielleicht klingt sie ja irgendwie vertraut:

Sabine ist begeistert von Planzen und Blumen. Gleichzeitig hat sie eine kreative Ader, und ein Praktikum in einem Blumenladen macht ihr deutlich, dass sie großes Talent für die Arbeit als Floristin hat. Sie kennt sich schon jetzt mit Blumen aus und kann aus ihnen, Zweigen und anderen Elementen ausgefallene Sträuße und bezaubernde Dekorationen fertigen. Nach dem Abitur macht sie gegen den Willen ihrer Eltern eine Ausbildung als Floristin und wird in ihrem Laden mit guten Noten übernommen. Die Arbeit macht ihr richtig viel Spaß. Nach einigen Jahren möchte die Besitzerin in Rente gehen und bietet Sabine an, den Laden zu übernehmen.

Sabine entscheidet sich dafür, und wird – ziemlich unverhofft – Unternehmerin. Aber von da an geht vieles schief, sie arbeitet wesentlich mehr als ihr lieb ist, wichtige Kunden springen ab, und sie trifft einige schlechte Entscheidungen im Personalbereich. Ihre Eltern raten ihr, sich wieder einen Job zu suchen, denn offenbar ist sie mit dem Laden überfordert.

In dieser Situation bekommt Sabine von einer Freundin einen Buchtipp und macht daraufhin eine Aufstellung bei einer Heilpraktikerin. Es wird ganz deutlich, dass es in ihrer Familie eine enscheidende Regel gibt, die ihr massiv im Weg steht: Geld darf man nur als Angestellte verdienen, und als Unternehmerin schon gar nicht.

Nachdem diese Regel verändert und für Sabines Familiensystem umgeschrieben wurde, geht es mit ihrem Blumenladen aufwärts. Sabine macht bei Wettbewerben mit, gewinnt Ausschreibungen für größere Projekte und nach wenigen Jahren ist ihr kleiner, aber feiner Blumenladen für ungewöhnliche Arrangements bekannt und bei Firmenkunden beliebt. Sabine ist mit ihrem Laden glücklich und kann ihre Kreativität mit Elan ausleben.

Natürlich ist diese Geschichte frei erfunden. Aber diese Regel, in welcher Form man Geld verdienen darf, die ist vollkommen real.

Meine Vorfahren sind z.B. fast allesamt in irgendeiner Form Staatsangestellte gewesen, sozusagen, jedenfalls wenn sie selber Geld verdient haben. Viele waren Lehrer, auf beiden Seiten. Sie können sich also vorstellen, was in meiner Familie als „guter Job“ gilt. Und was für Ratschläge ich bekomme.

Genauso gibt es sicherlich Familien, wo nur eine Selbständigkeit wirklich in Frage kommt, und natürlich die Nachkommen das eigene Unternehmen übernehmen sollen. Da gilt es als Versagen, einen sicheren Job im öffentlichen Dienst anzunehmen.

Und es ist gut möglich, dass diese Regeln Menschen unglücklich machen, weil eben niemand in das Schema F passt. Dem Familiensystem ist das übrigens egal. Es schützt sich selbst und die Familie als System, nicht das Individuum.

Der Haken an der Sache mit diesen Regeln ist ja, dass man sich ihrer meistens nicht einmal bewusst ist. Die Ratschläge der Familie sind auch immer gut gemeint und werden durchaus mit Liebe gegeben – was es so schwer macht, sie abzulehnen.

Wenn Sie also in einem Job oder einem Bereich festsitzen, wo Sie sich nicht glücklich fühlen – dann schauen Sie einmal in Ihre Familie. Sehen Sie sich in Ihrer Elterngeneration um, bei den Tanten und Onkeln, bei den Cousinen und Cousins, und bei den Großeltern.

Achten Sie vor allem auf diese Fragen:

Wie verdienen die Männer ihr Geld?
Wie verdienen die Frauen ihr Geld?

Was sind „erlaubte“ Berufe?
Was sind „erlaubte“ Karrieren?

Womit haben diese Menschen Erfolg, und wie werden sie in der Familie bewertet?

Womöglich geht Ihnen dann ein großes Licht auf.

Zum Glück lassen sich Familienregeln umschreiben. Ich mache das – wie Sie wissen – mit EFT. Das wirkt meistens schnell und dauerhaft, und meine Klienten erleben oft, dass sich ihr Leben danach zum Positiven verändert.

Hier sind die drei Klopfsätze zur Inspiration. Und wenn Sie damit nicht weiterkommen, schieben Sie es nicht auf EFT. Es braucht manchmal doch etwas Hilfe.

Auch wenn mein Familiensystem mir vorschreiben will, wie ich Geld verdienen darf, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, auch diese Familienregel umzuschreiben.

Auch wenn mir diese blöde, alte Familienregel im Weg steht, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, meinen Weg zu gehen und die olle Regel zu verändern.

Auch wenn es in meiner Familie Regeln gibt, womit ich Geld verdienen darf, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, die Regel so zu ändern, dass alle in meiner Familie auf jegliche legale Art Geld verdienen dürfen.

Sie sind dran:
Arbeiten Sie in Teilzeit?
Möchten Sie gerne mehr arbeiten?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was wäre Ihr Traumberuf?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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