Familienkrankheiten

Familienkrankheit

Familienkrankheit

Als kleine Kinder lernen wir in unserer Familie, wie die Welt funktioniert. Wir lernen, wie man sich zu verhalten hat. Und wir lernen, welche Krankheiten zu unserer Familie gehören.

Möglicherweise sind das Allergien. Übergewicht. Diabetes oder Herzschwäche. Krebs. Demenz. Oder vielleicht Rheuma und Arthrose. Sicherlich spielen körperliche Veranlagungen dabei eine Rolle, aber damit möchte ich mich heute nicht beschäftigen.

Zusätzlich zur Genetik und Veranlagung gibt es emotionale Komponenten bei Krankheit. Da wirken ganz unterschwellige, unbewusste Glaubenssätze, die uns auf lange Sicht ebenfalls krankmachen können.

Inzwischen weiß man, dass Gene kein Schicksal sind. Wir selbst, unsere Glaubenssätze, unser Verständnis von der Welt, all dies beeinflusst, ob Gene überhaupt ausgelesen werden oder nicht. Unser Denken wirkt bis auf eine ganz biologische Ebene hinein. Man nennt das Epigenetik.

Und da kommt eben wieder die Familie ins Spiel. Ein ganz stark vereinfachtes Beispiel: Wird einem Kind immer wieder gesagt, wie sehr es Oma Erna oder Onkel Peter ähnelt, dann setzt sich unterbewusst fest: Ich bin wie Oma Erna.

Wenn dann Oma Erna im höheren Alter die typischen Familienkrankheiten entwickelt, dann beobachtet das Kind dies sehr genau. Und dahinter steht der Glaubenssatz: Ich bin wie Oma Erna. Womöglich wird gerade hier die Grundlage für eine Krankheit gelegt.

Kinder geben sich sehr viel Mühe, die Erwartungen der Eltern an sie zu erfüllen. Also werden sie wie Oma Erna oder Onkel Peter. Dahinter steht eine tiefe Loyalität zur Familie und den Eltern. (Übrigens funktioniert das auch wenn Eltern einem Kind immer wieder eintrichtern, wie dumm oder ungeschickt es ist … Worte haben Macht.)

Es gibt auch gute Glaubenssätze über Gesundheit. Zum Beispiel sind die Frauen in meiner Familie alle sehr alt geworden. Und ich erlaube mir den Glaubenssatz: Ich kann gesund sehr alt werden. (Den dürfen Sie gerne übernehmen.) Leider überwiegen in der Regel die schlechten Glaubenssätze.

Zum Glück sind solche Glaubensätze veränderbar, sogar wenn es um Familienkrankheiten geht. Und EFT ist ein wunderbares Instrument dafür.

Hier sind ein paar Klopfvorschläge:

Auch wenn ich gelernt habe, dass bestimmte Krankheiten einfach zu meiner Familie gehören, und dass ich sie auch haben muss, wenn ich dazu gehören will, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass ich auch ganz gesund dazugehören darf.

Auch wenn ich innerlich so loyal bin, dass ich die Krankheiten meiner Familie brav entwickle und so beweise, dass ich ein gutes Familienmitglied bin, bin ich okay so wie ich bin und ich erlaube mir jetzt, gleichzeitig gesund und ein gutes Familienmitglied zu sein.

Auch wenn ich gelernt habe, dass in den Genen meiner Familie bestimmte Krankheiten verborgen sind, und ich die auch in mir trage, bin ich okay so wie ich bin und es ist in Ordnung, diese Krankheiten nicht auszudrücken.

Ich geben ihnen jetzt die Erlaubnis, die Krankheit loszulassen. Sie gehören trotzdem weiterhin dazu.

Welche Krankheiten gibt es in Ihrer Familie? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Ich freue mich über jeden Kommentar.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Wenn Sie sich von diesem Thema angesprochen fühlen und tiefer daran arbeiten möchten, schicken Sie mir eine Email und wir besprechen das weitere Vorgehen.

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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