Erkältung – Erwartungen

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Wir haben gerade einen unangenehm kalten und regnerischen August, zumindest hier im Norden. Schnupfen ist da nicht wirklich weit… und deswegen schreibe ich eine Miniserie über Erkältungen.

Eine Erkältung ist zum Glück in der Regel nur unangenehm, aber nicht bedrohlich. Und gerade deswegen spielen unsere Erwartungen über den Verlauf und die Erscheinungsbilder von Erkältungen eine große Rolle.

Inge bekommt zum Beispiel regelmäßig Erkältungen. Sie beginnen mit einem Kratzen im Hals, dann hat sie einen Tag fiese Halsschmerzen. Kurz darauf läuft die Nase ununterbrochen, und sie beginnt zu husten. Gelegentlich hat sie sogar etwas erhöhte Temperatur, aber davon lässt sie sich nicht beeindrucken. Der Husten hält sich hartnäckig. Bis sie alles wieder loswird, vergehen drei bis vier Wochen, in denen sie sich schlapp, müde und angeschlagen fühlt. Aber sie zieht ihren Alltag ohne Abstriche durch, und ist stolz darauf.

Horst dagegen leidet massiv unter einer Erkältung, die er höchstens einmal im Jahr bekommt. Sein Hals tut nicht nur weh, er brennt unerträglich. Seine Nase ist vollkommen verstopft, und als der Husten beginnt, legt er sich mit Fieber ins Bett. Drei Tage lang ist er richtig krank.  Allerdings verschwindet seine Erkältung auch nach einer guten Woche vollständig.

Was passiert hier?

Beide haben sehr unterschiedliche Erwartungen. Horst sieht eine Erkältung als echte Krankheit und erlebt sie auch als solche. Er gönnt sich ein paar Tage im Bett (er selbst würde wahrscheinlich sagen, er sei dazu gezwungen), und gibt seinem Körper die Chance, die Erkältung gezielt zu bekämpfen.

Inge dagegen behandelt ihre Erkältung als Ärgernis. Sie unterbricht ihren normalen Tagesablauf nicht und macht weiter wie bisher, auch wenn es sie deutlich mehr Kraft kostet. Sie weiß auch schon, aus langer Erfahrung, dass sie über einen Monat damit zu tun hat – und erwartet das inzwischen. Aber sie gibt ihrem Körper eben auch keinen Freiraum, die Viren wirklich anzugehen.

Was ist besser?

Das müssen Sie selbst entscheiden. Sie haben es in der Hand und können es ja auch bei der nächsten Erkältung ausprobieren. Wenn es geht, gönnen Sie sich einen oder zwei Tage im Bett, geben Sie Ihrem Körper Zeit, seine Arbeit zu tun. Helfen Sie ihm mit Ruhe und vielleicht ein paar Erkältungstees.

Das klingt seltsam, oder? Immerhin machen wir uns oft genug über die „Männergrippe“ lustig, anstatt zu sehen, dass es sich einfach um einen anderen Umgang mit Krankheit handelt.

(Übrigens kann man Erkältungssymptome auch gut mit EFT bearbeiten und reduzieren.)

Hier sind ein paar Klopfsätze, damit Sie Ihren Körper bei einer Erkältung mehr unterstützen können.

Auch wenn ich gelernt habe, dass eine Erkältung harmlos ist und ich sie zu ignorieren habe, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, meinem Körper etwas mehr Freiraum zu geben, damit ich schneller damit durch bin.

Auch wenn ich immer geglaubt habe, Erkältungen seien schlicht ein Ärgernis und keine Krankheit, bin ich okay so wie ich bin, und ich gebe mir jetzt die Erlaubnis, meinen Körper bei seiner Abwehrarbeit zu unterstützen.

Auch wenn ich eine Erkältung nie wirklich ernst genommen habe, und ich mich immer gezwungen habe, voll weiterzumachen, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt dafür, etwas mehr auf meinen Körper zu hören, und ihm den Raum zu geben, schneller zu heilen.

Sie sind dran:
Wie läuft eine Erkältung bei Ihnen ab?
Gönnen Sie sich etwas Auszeit? Treten Sie dann etwas kürzer?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?

Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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