Emotionale Überforderung

Flüchtlinge

Flüchtlinge

Vermutlich können Sie es schon fast nicht mehr hören: Flüchtlinge dies und Flüchtlinge das. Und trotzdem schreibe ich jetzt auch noch etwas dazu. Das muss heute sein.

Ich gebe zu, das Thema wühlt mich auf, vor allem weil mich die Schicksale anrühren und die Hoffnung, die so viele Menschen in unser Land setzen. Unser bei weitem nicht perfektes Land ist doch so viel besser als die zerbombte Heimat.

Aber Mitgefühl und Mitleid können auch überfordern. Mir ist das mit den Bilden von dem ertrunkenen Jungen Ailan geschehen. Als ich die Geschichte dahinter gehört habe, war es vorbei mit der Distanz und dem Gefühl, das wird schon irgendwie erledigt.

Gleichzeitig wurde in Kiel ganz hastig ein Containerdorf als Erstaufnahmestelle errichtet und noch vor Fertigstellung belegt. Eine fantastische Aktion von Hilfsgruppen hat dafür gesorgt, dass alles dennoch geklappt hat. Und auch das hat viele Gefühle hervorgerufen. Ganz gegensätzliche Gefühle und vielleicht zu viele.

Emotionale Überforderung führt leicht zu Ablehnung und Rückzug.

Auch bei mir führte sie zu Rückzug. Aber nach einem Wochenende innerer Einkehr und Abkehr von den Medien weiß ich jetzt: Ich helfe mit und suche meinen Platz in der Menge der Helfer.

Ich fürchte nur, dass viele Menschen eher mit Ablehnung reagieren. Ablehnung ist eine normale Reaktion auf Überforderung. Und auch wenn es jetzt in vielen Regionen nicht angesagt ist, diese Ablehnung öffentlich zu zeigen, ist sie mit Sicherheit da.

Wenn erst einmal Normalität eingekehrt ist, Routine im Umgang mit den Ankommenden, wenn die Systeme stehen und die Medien nicht mehr überschwänglich berichten – dann wird sich zeigen, wie die Menschen auf die emotionale Überforderung reagieren. Wer noch helfen will und kann, denn auch da greift Überforderung.

Deswegen ist Hilfe so wichtig. Hilfe für die Flüchtlinge, aber auch Hilfe für die Helfer. Und Hilfe gegen emotionale Überforderung.

Und dafür habe ich Klopfsätze. Damit Sie vielleicht auch helfen können, ohne sich überfordert zu fühlen.

Auch wenn mich das so mitnimmt, diese ganzen Berichte und Schicksale, das wird mir einfach zu viel, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, für mich die richtige Distanz zu finden und vielleicht trotzdem etwas zu tun.

Auch wenn mich das so aufwühlt, diese Mengen von verzweifelten Menschen, die doch nur Schutz und ein neues Leben suchen und dabei hier her strömen, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, dieses Gefühl in Unterstützung zu transformieren.

Auch wenn ich mich so überfordert fühle und nicht in der Lage, zu helfen, weil ich vielleicht sofort in Tränen ausbrechen würde, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, diese übermäßigen Gefühle loszulassen, bis ich wieder in Balance bin und helfen kann.

Sie sind dran:
Was macht das mit Ihnen?
Wie möchten Sie sich fühlen?
Was ist Ihre Idee zu helfen?
Schreiben Sie einen Kommentar!

(Und weil das ein sensibles Thema ist, werden alle Beiträge, die Flüchtlinge verunglimpfen, sofort gelöscht.)

Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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