Eine Entscheidung, die das Leben verändert

Russischer Schamane

Russischer Schamane

Ich lese gerade das Buch „Mutiges Träumen“ von Alberto Villoldo. Es geht darum, wie Schamanen die Welt sehen, und wie man selbst seine Welt verändern kann – durch gedankliche Disziplin. Am allermeisten hat mich aber eine Weisheit der Schamanen beeindruckt, von denen Villoldo gelernt hat:

Du musst dich entscheiden, ob du

dein Traumleben leben

oder

die Gründe dafür, warum du es nicht haben kannst,

behalten willst.

Ich persönlich finde das unglaublich spannend. Wir lieben ja unsere persönlichen Geschichten. Das „Warum“ ist immer wieder die Frage, die ich höre. Warum bin ich so wie ich bin? Warum kriege ich nichts zu Ende? Warum kann ich mich nicht wirkungsvoll durchsetzen?

Das Ergründen der Kindheit, der „Schäden“, die wir darin davon getragen haben, das Warum – Thema unendlich vieler Bücher und Traktate. Erst danach geht es um das Heilen, das Behandeln, das Wegmachen, in der Hoffnung, dann endlich perfekt zu sein und das Traumleben leben zu können.

Wahrscheinlich ahnen Sie schon, dass es so einfach sowieso nicht geht. Das Leben hält immer wieder Momente bereit, die uns herausfordern und an denen wir wachsen können. Das süße, perfekte Leben gibt es gar nicht, aber es gibt einen Weg, das Leben so zu nehmen wie es kommt, und mit einer gewissen Gelassenheit seinen Weg zu gehen.

Mich berührt diese alte Weisheit so sehr, weil so viele Menschen in ihren Geschichten gefangen sind. „Ich kann keine Beziehung führen, weil mich meine Mutter nicht genug geliebt  hat.“ Derartige Geschichten erklären das „verpfuschte“ Leben und lassen die Verantwortung außerhalb der eigenen Person. Doch damit steckt man in den alten Geschichte fest. Genau das macht diese Weisheit so deutlich: Wir sind selbst in der Verantwortung. Und wir können entscheiden!

Und doch fällt es schwer, die eigenen alten Geschichten aufzugeben. Immerhin sind sie vertraut und damit geben sie ein Gefühl von Sicherheit. Aber wenn Sie Ihr Leben ändern wollen, dann treffen Sie eine Entscheidung – für sich selbst. Damit es ein bisschen leichter fällt, gibt’s hier noch eine Klopfrunde dazu:

HK: Auch wenn es mir so ungeheuer schwerfällt, mich von meinen Erklärungen zu lösen, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass mein Leben besser werden kann.

Auch wenn ich gar nicht weiß, wie ich diese alten Geschichten loslassen soll, sie sind doch ein Teil von mir, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass ich mein Leben verändern kann.

Auch wenn es mir so schwerfällt, die Verantwortung für mein Hier und Jetzt völlig selbst zu übernehmen, denn dann bin ich ja selbst dran schuld – Aua! – trotzdem bin ich okay so wie ich bin.

AI: Ich soll die alten Geschichten loslassen?
AA: Dabei verstehe ich mich doch noch gar nicht selbst.
UA: Ich weiß doch noch gar nicht warum ich so bin wie ich bin!
UN: Und ich will wissen warum! Damit ich’s ändern kann!
KP: Ich kann doch nur ändern, was ich verstehe!
SB: Und ich bin wirklich nicht selbst schuld daran,
UA: was ich an schlimmen Dingen erlebt habe.
HG: Ich will da auch nicht schuld dran sein! Du kannst mich mal …!
Durchatmen!

AI: Ich will einfach nur wissen warum. 
AA: Verdammt, das ist mein Recht!
UA: Ich brauche das Warum, damit ich es bearbeiten kann.
UN: Okay, manchmal nerven mich diese alten Geschichten.
KP: Aber ich brauche meine Erklärungen!
SB: Ich will die gar nicht loslassen!
UA: Nur so erkärt sich doch mein Leben.
HG: Nee, diese Geschichten manchen aus, wer ich bin.
Durchatmen!

AI: Diese alten Geschichten, die geben mir mein warum.
AA: Aber vielleicht ist das warum gar nicht so wichtig?
UA: Vielleicht mag ich diese alten Geschichten auch gar nicht mehr hören.
UN: Vielleicht kann ich sie doch loslassen. Auch wenn ich sie noch nicht verstehe.
UA: Bislang habe ich diese alten Geschichten bestimmen lassen, wer ich bin.
UN: Vielleicht muss ich gar nicht so bleiben?
KP: Vielleicht darf ich darüber hinaus wachsen?
SB: Vielleicht ist meine Vergangenheit gar nicht meine Zukunft?
UA: Vielleicht wäre es sogar schön, sich von der Vergangenheit zu lösen.
HG: Ich könnte ganz anders frei sein. Hmmmm.
Durchatmen!

AI: Diese alten Geschichten … das sind ganz schöne Fesseln.
AA: Sie machen das Leben leichter und gleichzeitig klein und eng.
UA: Diese alten, fesselnden Geschichten …
UN: ich könnte mich entscheiden, sie loszulassen
KP: und eine neue Geschichte von mir schreiben …
SB: Hmmmm. Eine ganz neue Geschichte über mich selbst ..
UA: Eine Geschichte, die mir viel besser gefällt … in der ich frei bin.
HG: Eine neuen Geschichte … das fühlt sich gut an.
Durchatmen!

Prima, Sie haben einen Anfang gemacht!

Ich möchte Sie ermutigen, über Ihre Geschichten nachzudenken und sich dann zu fragen, wozu Sie diese alten Kamellen noch brauchen. Schreiben Sie Ihre neue Geschichte auf – eine Geschichte, in der Sie alles sein können, was Sie sich wünschen. Seien Sie nicht mehr das Opfer. Leben Sie so, wie es sich für Sie richtig und gut anfühlt, auch wenn das manchmal sehr viel Mut erfordert – Sie müssen ja nicht sofort perfekt sein. Übung macht den Meister.

Alberto Villoldo: Mutiges Träumen. Wie Schamanen Realitäten erträumen (Amazon Link)

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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