EFT für Tiere – Grundlagen

Kater Mikesch

Kater Mikesch

Es ist möglich, für andere Personen und eben auch Tiere zu klopfen. Man nennt das Stellvertreter-Klopfen.

Wie kann das gehen?

Zunächst kann ich nur sagen, es funktioniert. Warum – das wissen wir nicht so genau. Ich persönlich glaube, dass Empathie und eine energetische Verbindung dabei eine große Rolle spielen.

Ich erlebe es ja schon beim „normalen“ Klopfen mit einer Klientin, dass auch ich auf das Klopfen reagiere, manchmal sogar vor meine Klienten die Veränderungen im Energiesystem spüre. Und da mache ich das nicht einmal absichtlich, aber wir bewegen uns während einer Sitzung in einem gemeinsamen energetischen Feld, und so kann ich spüren, was vorgeht.

Vermutlich spielen auch Spiegelneuronen eine Rolle. Das sind Nervenzellen, die es uns erlauben, das zu fühlen, was unser Gegenüber spürt. Auch da wissen wir noch nicht ganz genau, wie das funktioniert, aber diese Neuronen helfen sicherlich bei der Entwicklung von Empathie – und sorgen dafür, dass wir Menschen in einer Gruppe besser miteinander auskommen.

Wie geht das konkret?

Wenn Sie für Ihr Tier klopfen wollen, dann klopfen Sie im Prinzip an sich selbst, stellen sich aber dabei vor, Sie wären Ihr Tier. Sie müssen also die Klopftechnik selbst schon beherrschen bzw. sich zumindest einigermaßen sicher damit fühlen.

Und Sie dürfen einen ganz wichtigen Schritt nicht auslassen, bevor Sie für Ihr Tier klopfen: Räumen Sie erst bei sich selbst auf.

Vorbereitung

Wenn es Ihren Tier schlecht geht, dann macht das natürlich etwas mit Ihnen. Und diese Gefühle belegen Ihr Energiesystem.

Damit Sie überhaupt eine empathische und unbelastete Verbindung mit Ihrem Tier eingehen können, müssen Sie zuerst Ihre eigenen Gefühle, Ängste und Sorgen auf ein Minimum reduzieren. Denn auch Ihr Tier spürt, was in Ihnen vorgeht.

Wenn Sie Ihrem Tier wirklich etwas Gutes tun wollen, dann sorgen Sie erst gut für sich. Sie brauchen diese Erdung und innere Balance für die Arbeit mit Ihrem Tier. Klopfen Sie die negativen Gefühle, die das Problem Ihres Tieres bei Ihnen auslöst.

Dann hat nämlich Ihr Tier auch etwas davon. Sonst benutzen Sie es lediglich, um Ihr Inneres unter Kontrolle zubringen – und das wäre schade.

Einführungssätze für das Tier

Wenn Sie also innerlich klar sind und sich ganz auf Ihr Tier einlassen können, dann beginnen Sie mit den normalen Einführungssätzen. Allerdings verändern Sie diese Sätze geringfügig, um die Verbindung mit Ihrem Tier aufzubauen.

Wenn Sie dabei Ihr Tier in der Nähe haben oder sogar anfassen können, wird es leichter, sich in das Tier einzufühlen. Wenn das Tier aber während des Klopfens weggehen will, halten Sie es nicht fest.

Hier sind ein paar Beispiele für Einführenssätze für das Klopfen mit Ihrem Tier:

Auch wenn ich, Bello, dieses Problem habe, bin ich ein tolles Tier, und ich lasse dieses Problem jetzt los…

Auch wenn ich, Kater Mikesch, diesese Problem habe, hat mein Frauchen mich trotzdem wirklich lieb, und ich kann diese alte Geschichte jetzt loslassen.

Mit dieser Ansprache fokussieren Sie sich auf Ihr Tier und begeben sich in das energetische Feld Ihres Tieres.

Die Klopfrunden für Ihr Tier

Sie setzen dann die Klopfrunde wie gewohnt an sich selbst fort und sprechen dabei erst über das Problem und nach ein paar Runden über eine Lösung. Achten Sie dabei auf die Gefühle, die womöglich in Ihnen aufsteigen. Hören Sie auf Ihre Intuition.

Und nehmen Sie sich selbst aus dem Spiel.

Es geht hier um die Energie des Tieres, und um negative Erlebnisse oder Ängste, die im Energiesystem gespeichert sein können. Es geht darum, diese potentielle Belastung aufzulösen.

Es geht nicht um Ihre Wunschvorstellung eines Traumhaustiers oder Fellpartners. Sie müssen täglich mit Ihrem Tier arbeiten und kommunizieren, und eine kleine Klopfrunde kann Ihnen diese Arbeit nicht abnehmen. Ich kann das nicht drastisch genug sagen – sie glauben gar nicht, was ich jeden Tag im Park erlebe…

Es geht um Ihr Tier und sein Wohlbefinden. Bleiben Sie auf dieser Ebene.

Das Klopfen beenden

Dieser Schritt ist sehr wichtig, und er wird oft vergessen.

Sie haben sich mit Hilfe der Einführungssätze in das Energiefeld Ihres Tieres begeben. Sie haben dabei sozusagen den Platz des Tieres eingenommen, und Sie haben damit in den Klopfrunden gearbeitet.

Dazu mussten Sie sich einfühlen, in die Seele und das Leben Ihres Tieres.

Da wollen Sie aber nicht bleiben. Es macht keinen Spaß,  stundenlang als Bello oder Mikesch zu leben und zu fühlen. Wir sind schließlich Menschen und müssen schon als wir selbst unser Leben leben.

Sie müssen daher die Verbindung aktiv beenden.

Dafür gibt es ein kleines, schnelles Ritual: Klopfen Sie die Handkante und sagen Sie dreimal:

„Ich bin [Vorname].“

Damit holen Sie sich zurück in Ihr eigenes Energiesystem und beenden ganz offiziell Ihre Arbeit als Stellvertreter. Und dann ist die Sache auch rund.

Klopfsätze zum Mutmachen

Das ganze Konzept des Stellvertreterklopfens ist schon gewöhnungsbedürftig. Es lohnt sich aber gerade wenn Ihr Tier Schwierigkeiten hat oder etwas Schlimmes erlebt hat. Und so selten passiert es ja nicht, dass Hunde in eine Rauferei geraten, oder Katzen sich erschrecken. Und natürlich können Sie auch für Ihr Pferd, Ihr Frettchen, Ihr Kanninchen oder Ihren Papagei klopfen.

Und mit diesen Sätzen können Sie sich selbst Mut machen, wenn Ihr Tier Hilfe braucht.

Auch wenn ich noch gar nicht glauben kann, dass dieses Stellvertreterklopfen funktioniert, bin ich okay so wie ich bin, und ich kann es ja trotzdem mal ausprobieren.

Auch wenn ich ein bisschen Angst davor habe, mich auf diese Weise mit meinem Tier zu verbinden, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, meinen Tier auch mit EFT zu helfen.

Auch wenn ich mich unsicher fühle, ob ich damit das Richtige für mein Tier tue, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir, genau auf die Reaktionen meines Tiers zu achten.

Sie sind dran:
Können Sie sich vorstellen, für Ihr Tier zu klopfen?
Wie fühlt sich der Gedanke an?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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