Bloß kein Risiko!

Warnsystem

Sirene *

Kennen Sie diesen Moment? Wenn Sie das Gefühl haben … jetzt. Jetzt! Jetzt könnte ich etwas anders machen! Und einen Moment später sagt Ihre innere Stimme … ach nee, lieber nicht. Und Sie spüren, wie ein Funken Begeisterung in Ihnen stirbt.

Das ist Sicherheitsdenken. Etwas, das wir Deutschen richtig gut können. Da wirken alte Ängste nach, da beeinflussen uns Erwartungen, Vorstellungen und natürlich Familienregeln. Immerhin haben unsere Großeltern (oder Urgroßeltern) vielleicht mehrfach alles verloren. Ich sage nur Erster Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, Zweiter Weltkrieg, Vertreibung, Enteignungen … damals gab es keine Sicherheit. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Sicherheit ein Hauptanliegen in Politik und Gesellschaft. Wir haben ein umfangreiches System sozialer Absicherung errichtet, auch wenn es in jüngster Zeit ein wenig reduziert wurde.

Heute geht es aber um unser inneres Warnsystem. Es warnt uns jedes Mal, wenn wir eine sichere Position aufgeben möchten. Wenn wir ein Risiko eingehen wollen – und sei es das Risiko, etwas falsch zu machen. Zum Glück lässt sich dieses Warnsystem trainieren und umprogrammieren. Wir wollen es ja gar nicht „wegmachen“, das wäre ungeschickt. Wir möchten nur, dass es nicht sofort anspringt, sondern dass es uns die Freiheit lässt, auch mal etwas auszuprobieren oder etwas Neues ohne viel Angst zu erleben. Das brauchen wir schließlich für unser Wachstum.

Lassen Sie uns unser inneres Warnsystem neu kalibrieren.

HK: Auch wenn mir Sicherheit über alles geht und ich deswegen ganz selten etwas Neues ausprobiere, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dass es ganz viele Risikostufen gibt.

Auch wenn ich überhaupt kein Risiko eingehen will und deswegen schon Schwierigkeiten habe, die Marke meines Duschgels zu wechseln (ich übertreibe hier absichtlich!), bin ich okay so wie ich bin und bin offen für die Möglichkeit, dass das Risiko bei manchen Änderungen im Leben gar nicht so groß ist.

Auch wenn ich es richtig schwierig finde, auch nur kleine Dinge im Leben zu ändern, weil dann sofort mein Risikowarnsystem anspringt, bin ich okay so wie ich bin und offen für die Möglichkeit, dieses Warnsystem neu zu kalibrieren.

AI: Ich geh‘ kein Risiko ein.
AA: Nicht das geringste.
UA: Ich könnte ja was falsch machen.
UN: Und dann verliere ich alles!
KP: So fühlt es sich zumindest an.
SB: Bloß kein Risiko!
UA: Wenn ich nur ein bisschen falsch mache, verliere ich alles.
HG: So fühlt es sich an. So habe ich es gelernt.
Durchatmen!

AI: Irgend jemand in meiner Familie hat alles verloren.
AA: Allen Besitz, allen Reichtum, und vielleicht sogar das Leben.
UA: Wegen eines blöden, kleinen Fehlers.
UN: Und das passiert mir nicht!
KP: Ich riskiere gar nix.
SB: Zumindest habe ich das bislang so gemacht.
UA: Es fühlt sich richtig an … und auch ein bisschen falsch.
HG: Aber vielleicht sind das nur alte Kamellen …
Durchatmen!

AI: Vielleicht läuft in mir nur ein altes Warnsystem.
AA: Vielleicht ist das Warnsystem noch durch meine Großeltern kalibriert.
UA: Und die hatten es richtig schwer. Die mussten ganz von vorne anfangen.
UN: Damals war das Leben gefährlich und unsicher.
KP: Und darauf ist mein Warnsystem geeicht.
SB: Aber die Zeiten haben sich geändert.
UA: Heute ist das Leben viel sicherer.
HG: Und das sage ich jetzt meinem Warnsystem!
Durchatmen!

AI: Hey, liebes Warnsystem!
AA: Du machst einen richtig guten Job. Und dafür danke ich dir.
UA: Aber ich bräuchte ein paar Änderungen.
UN: Ich bitte dich, mich bei Veränderungen im Leben zu unterstützen
KP: und nicht sofort bei Kleinigkeiten anzuspringen.
SB: Ich möchte ein bisschen mehr Spaß haben und experimentieren.
UA: Warn mich bitte ab sofort nur noch bei großen Veränderungen.
HG: Ich erlaube mir jetzt kleine Veränderungen und Spaß dabei. Und das fühlt sich richtig gut an!
Durchatmen!

Auch hier gilt wieder: Bleiben Sie dran. Üben Sie mit Ihrem Warnsystem. Schauen Sie hin, wenn es wieder anspringt, und klopfen Sie dann. Erlauben Sie sich Spaß an kleinen Veränderungen und trainieren Sie sich damit für mehr inneres Wachstum in Ihrem Leben.

Und ändern Sie mal die Marke Ihres Duschgels.

*Bildquelle: Thomas Schulze, Wikipedia

Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und „Zufälle“ haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so.

Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen.

Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.

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