Aufschieberei – Einführung

Ich mach' das morgen...

Och, mache ich morgen…

Wir alle kennen dieses Gefühl.

Och nööö, nicht jetzt…
Noch nicht…
Hab‘ keine Lust…

Und dann schieben wir es auf.

Nee, ich mache das morgen. Ist noch genug Zeit.
Nee, heute ist so ein schöner Tag, ich geh lieber raus.

Und wenn es schlimmer kommt, dann macht man vielleicht sogar die Datei auf, an der man arbeiten soll oder muss… und dann geht nichts mehr. Dann findet man sich vielleicht plötzlich dabei, Solitaire zu spielen, oder die Wohnung abzusaugen, oder man fängt – ich mache das nur zu gerne – eine neue Geschichte an, ohne die alte fertig zu schreiben.

Und ehe ich mit diesem Blogpost angefangen habe, habe ich noch schnell bei Facebook reingesehen und meinem eigenen kleinen Chatraum einen guten Morgen gewünscht.

Ich kenne das also nur zu gut. *grins*

Aber was steckt wirklich hinter Aufschieberitis?

Ich glaube, dass es nicht einfach „Faulheit“ ist.

Statt dessen denke ich, dass viele unterschiedliche Gefühle und vor allem Ängste zusammenkommen, und dann dazu führen, dass wir lieber etwas anderes machen als die Steuererklärung, den Termin beim Zahnarzt oder – wieder bei mir – das Cover für die nächste Geschichte angehen.

Wenn wir jetzt einmal annehmen, sozusagen als Arbeitshypothese, dass hinter der ganzen Aufschieberei vor allem Ängste stecken, dann ist das Thema natürlich prädestiniert für EFT. Denn damit können wir ja Ängste loslassen.

Heute möchte ich  zuerst einfach nur Ideen für Ängste sammeln und das Muster hinter der Aufschieberei klären. Wenn Ihnen dazu etwas einfällt, schreiben Sie bitte einen Kommentar, ich kann dann später darauf eingehen. (Mal sehen, wie lang diese Blogserie wird!)

Natürlich kommt außerdem dazu, dass die Aufgabe vielleicht unangenehm ist oder unangenehme Konsequenzen haben kann.

Eine Steuerklärung macht kaum jemand gerne, obwohl man ja oft dadurch Geld zurückbekommt.  Vielleicht kommen da diffuse Ängste vor dem Finanzamt und eine Angst vor Fehlern zusammen.

Und so schieben wir das weg, obwohl man schon über’s Jahr leicht Belege sammeln und sortieren könnte. Erst wenn die Erinnerung vom Finanzamt kommt und der Druck stärker ist als die diffusen Ängste, setzen wir uns endlich dran.

Der Termin beim Zahnarzt? Eindeutig unangenehm und mit Angst besetzt! Aber die Vorsorge ist wichtig, um Schlimmeres zu vermeiden. Im Kopf wissen wir das. Unser Gefühl sagt da etwas ganz anderes – und so verschieben wir den Anruf Woche um Woche.

Ich beschreibe das hier so ausführlich, damit das Muster klar wird.

Wir schieben Dinge auf, weil sie eine unangenehme Komponente haben.

Weil wir vor irgendetwas daran Angst haben.

Und dann können wir auch daran gehen und genau hinschauen, warum wir Dinge aufschieben, die „eigentlich“ nicht unangenehm sind. Bei denen man keine Angst erwartet.

Warum schreibe ich eine Geschichte nicht ganz fertig? Was ist denn daran unangenehm?

Warum buche ich keinen Urlaub, wenn Geld und Zeit da sind?

Genau da beginnt dann die Detektivarbeit für EFT. Erst wenn wir wissen, was für uns persönlich an Ängsten hinter dem Aufschieben steckt, können wir das auch effektiv klopfen.

Klopfsätze

Ich schreibe jetzt trotzdem ein paar Klopfsätze auf, die natürlich fürchterlich allgemein sind. Aber vielleicht helfen sie trotzdem schon. Und in den nächsten Wochen gehen wir ein paar solchen Ängsten auf den Grund.

Auch wenn ich immer wieder Dinge aufschiebe und manchmal gar nicht weiß warum, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich bin offen für die Möglichkeit, dass mir diese Dinge irgendwie unangenehm sind oder sogar Angst machen.

Auch wenn ich immer wieder Sachen aufschiebe und erst mache, wenn der Druck hoch genug wird, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, alle diffusen Ängste oder Sorgen dazu jetzt loszulassen.

Auch wenn ich immer wieder Dinge aufschiebe und mich das nervt, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, genau hinzuschauen und zu erkennen, was mich wirklich davon abhält, diese Dinge zu erledigen – und das dann zu klopfen.

Sie sind dran:
Was schieben Sie auf?
Wie fühlt sich das an?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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