Aufschieberei – Angst, verurteilt zu werden

Die verurteilen mich!

Die verurteilen mich!

Unter all diesen Ängsten, über die ich in den letzten Wochen geredet habe, liegt die Angst, von anderen bewertet und verurteilt zu werden.

Die Meinung anderer Menschen ist uns wichtig, und das ist völlig normal.

Denn wir Menschen sind ja soziale Wesen.

Und es ist wichtig, in der Gruppe akzeptiert zu sein. Tief in uns drin lauert immer noch die  Angst, aus der Gruppe ausgestoßen zu werden und dann in der fürchterlichen Wildnis voller Säbelzahntiger alleine zu Grunde zu gehen.

Klar, das ist noch immer Steinzeitdenke.

Aber die Millionen von Jahren, in denen wir von unserer Gruppe und dem Wohlwollen der Gruppe abhängig waren, stecken eben immer noch tief in uns drin.

Folglich fühlt es sich wie in großes Risiko an, womöglich eine ablehnende Reaktion zu provozieren.

Und so schreiben wir unser Buch eben nicht fertig, stellen unser Bild eben nicht aus oder legen unsere Kunst in die Schublade. Wir schreiben den Aufsatz nur ungerne fertig, und die Hausarbeit entsteht ebenfalls nur unter größtem Druck.

Damit wir sicher in der Gruppe bleiben können.

Damit wir nicht ausgestoßen werden.

Unsere uralten Sicherheitsprogramme warnen uns vor der Gefahr. Und blockieren uns natürlich. Sie sind dummerweise nur total veraltet.

Sicherheitsprogramme stecken in den Gefühlen

Leider lassen sie sich mit rationalen Argumenten nicht updaten, denn sie sind natürlich nicht im Kopf, sondern tief in den Gefühlen verankert.

Wir denken ja nicht bewusst über das Verurteilen als Gefahr nach, sondern spüren nur den Widerstand und diese diffuse Angst – und lassen die Sache dann, weil sie sich unangenehm anfühlt.

(Und natürlich gibt es Menschen, denen das gar nichts ausmacht, die einfach genug innere Stärke haben, aber die lesen das hier ja auch nicht…)

Sicherheitsprogramme müssen schlicht upgedatet werden.

In unserer heutigen Gesellschaft muss niemand wegen einer schlechten Note sterben. Eine schlechte Rezi ist kein Grund, ausgestoßen zu werden. Wir haben trotzdem diese blöde, alte Angst.

Natürlich wissen Sie, was jetzt kommt, wenn Sie den Blog regelmäßig lesen: Ja, EFT ist für mich immer noch die beste Technik, um Ängste aufzulösen und Sicherheitsprogramme upzudaten.

Das liegt daran, dass wir eben mit EFT die Gefühlsebene erreichen können, wo diese Sicherheitsprogramme operieren. Und vielleicht fühlt es sich dann viel besser an, das Buch zu veröffentlichen, die Hausarbeit fertigzuschreiben und abzugeben, und vielleicht eine Gallerie für Ihr Bild zu suchen.

Das wünsche ich Ihnen!

Klopfsätze

Auch wenn ich solche Angst habe, dass die mich bewerten und verurteilen, wenn ich mich und meine Kunst zeige, bin ich trotzdem völlig okay, und ich erlaube mir jetzt zu wissen, dass ich nicht sterben muss, wenn mein Buch nicht allen gefällt.

Auch wenn ich nichts mehr fürchte als schlechte Kritik, weil ich dann ausgestoßen werde und sterben muss, bin ich okay so wie ich bin, und erlaube mir zu wissen, dass mir da nur ein altes Schutzprogramm Angst einflößt.

Auch wenn ich lieber nichts fertig mache und alles aufschiebe, damit ich eben nicht verurteilt und ausgestoßen werde, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, das alte Schutzprogram upzudaten und zu wissen, dass ich in dieser Gesellschaft vollkommen sicher bin, auch wenn meine Kunst nicht allen gefällt.

Sie sind dran:
Kennen Sie die Angst, beurteilt zu werden?
Das Gefühl, nicht mehr akzeptiert zu werden?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

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Über Frauke Möbius

Verschlungene Wege und "Zufälle" haben mich zu EFT gebracht. Das Klopfen und die Menschen, denen ich nach der Entdeckung von EFT begegnet bin, haben mein Leben verändert. Diese Veränderung war nötig, manchmal schmerzhaft, aber vor allem positiv. Sie dauert immer noch an, und das ist gut so. Vor diesem Hintergrund gebe ich EFT und all mein Wissen gerne weiter, denn ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen verändern möchten. Vielleicht ist dies auch ein Weg, die Welt etwas friedlicher, freundlicher und wärmer zu machen. Ich höre gerne von Ihnen, wenn Sie Ähnliches empfinden.
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